Barf bei Katzen – Du und Dein Tierarzt

Vielleicht hast Du es auch schon erlebt: Deine Katze ist nicht richtig gesund und Du denkst darüber nach sie zu barfen oder tust es bereits. Wenn Du nun mit Deinem Tierarzt darüber sprichst, wird es in vielen Fällen so sein, dass er Dir davon abrät und es für besser halten wird, dass Du Spezialfutter kaufst, welches speziell für die Krankheit konzipiert wurde.

Und dann entsteht natürlich Verwirrung, weil wir ja eigentlich denken, das BARF doch das beste sein müsste und ich das ja auch immer wieder behaupte. Und jetzt fragst Du Dich, was denn nun das beste Futter für Deine Katze in dieser Situation ist.

Von dieser Verwirrung kannst Du Dich befreien, in dem Du diesen Blogbeitrag liest. Oder ihr eben vorbeugen.

Wir suchen so oft nach dem „Was ist richtig und was falsch?“ „Was ist besser und vielleicht kann ich ja auch beides irgendwie miteinander vereinbaren, um das Beste rauszuholen?“

Spezialfutter vom Tierarzt vs. BARF von Angela

Es handelt sich hier nicht, wie man vermuten könnte um zwei verschiedene Möglichkeiten der Fütterung, die miteinander konkurrieren. Denn sie dienen nicht dem gleichen Ziel.

Es liegen zwei komplett verschiedene Gedankenansätze dahinter, die sich aus meiner Sicht zum Teil nicht mal miteinander kombinieren lassen. Deswegen werte oder vergleiche ich hier nicht, sondern ich möchte Dir die verschiedenen Blickwinkel zeigen.

Fangen wir an es aufzudröseln… Was müssen wir wissen?

Spezialfutter für Katzen und Hunde allgemein unterschiedlich betrachten

Ich möchte mich hier auch nochmal ganz gezielt und deutlich nur auf BARF und Spezialfutter bei Katzen beziehen, denn meiner Erfahrung und meinem Verständnis nach, können wir viele meiner Gedanken zu den Katzen nicht eins zu eins auf den Hund übertragen. Sie haben unterschiedlichen Stoffwechsel und unterschiedliche Verdauungssysteme. Katzen sin da schon eher speziell, weil sie im Gegensatz zum Hund von ihrer Natur her gar nicht darauf eingerichtet sind, Nährstoffe aus Pflanzen zu verwerten. Soll heißen, im Gegensatz zum Hund sind sie reine Fleischfresser und haben viel mehr Probleme, wenn wir ihnen Futter auf der Basis von Reis oder Soja auftischen. Und da die Getreide auch nicht zum natürlichen Futter gehören ist die Akzeptanz der Katzen entsprechend schlecht. Das wiederum bedeutet, dass mehr Geschmacks- u. Aromastoffe benötigt werden, damit die Katzen das Futter überhaupt annehmen.

Ich möchte damit sagen, dass ein Diätfutter vom Tierarzt für den Hund in Krankheitsfällen oft etwas wirksamer sein kann, als es bei der Katze der Fall sein kann. Wir können das nicht miteinander vergleichen.

Warum Tierarzt Spezialfutter für Katzen

Jedes Spezialfutter, das Du bei Deinem Tierarzt oder im Handel beziehen kannst, ist so konzipiert, dass Symptome und Auswirkungen von Krankheiten korrigiert werden sollen. Das heißt, es handelt sich dabei um eine therapeutische Maßnahme, die darauf abzielt, dass das Tier mit seiner weiter bestehenden Krankheit möglichst Beschwerde und symptomfrei leben kann. Derartige Diätfuttermittel dienen nicht dem Ziel, dass die Katze von ihren Krankheiten geheilt wird. Das steht damit im Zusammenhang, dass die meisten Krankheiten, für die es dann Spezialfutter gibt, als nicht heilbar und chronisch gelten. Vor diesem Gesichtspunkt möchte es man der Katze den Rest des Lebens möglichst angenehm machen. Und rein symptomatisch und oberflächlich betrachtet funktioniert das auch. Und das ist der Grund, warum Dein Tierarzt Dir immer raten wird medikamentös zu behandeln und Spezialfutter zu füttern. Denn das sind die Möglichkeiten, die er in seinem Berufsfeld als Mediziner hat.

Es werden Krankheiten diagnostiziert und dann behandelt. Das ist genau das, was viele Menschen wollen. Ich würde mal sagen ein Großteil.

Wenn Du magst, dass ich noch tiefer einsteige und noch mehr zur Wirkungsweise von Spezialfutter schreibe, kommentiere gerne unten, dann mache ich das mit Beispielen.

BARF für Katzen von Angela

So! Und dann kommen Querdenker und Perfektionisten, wie ich daher und denken sich:

Ich sehe es nicht ein, dass Krankheiten chronisch und nicht heilbar sein sollen. Glaube ich so erstmal nicht.

Und fragen sich:

Was müsste ich denn tun, wenn ich will das meine Katze von ihrer Krankheit gesund werden kann?

Und daraufhin entstand der Gedanke, dass ich sie als erstes mal optimal ernähren muss. Und sie auf möglichst artgerechte Weise mit allen Nährstoffen versorgen muss, die sie benötigt, um alle Körperprozesse ordentlich ablaufen zu lassen. Da geht es nicht nur um Nährstoffversorgung zum Aufbau von Strukturen, sondern auch sehr um Entgiftung und um die notwendigen Komponenten, um Steuerungsprozesse bei zum Beispiel Entzündungen ordentlich und erfolgreich ablaufen lassen zu können. So dass sie eben nicht krankhaft chronisch werden.

Also entwickelte ich eine Art der Rohfütterung, die genau auf das abzielt.

BARF – Spezialfutter für kranke Katzen

Auch ich habe in meiner BARF Ausbildung gelernt, wie ich ein Spezial-BARF anpasse, um die Katzen möglichst symptomfrei zu sehen. Das funktioniert auch hier. Ergibt aber auch hier nur dann Sinn, wenn ich die Krankheiten als chronisch und nicht heilbar ansehe.

BARF für gesunde Katzen

Wenn ich will, dass das Tier in seine möglichst beste Gesundheit kommen kann, um sich selbst zu heilen, dann muss ich alles zur Verfügung stellen, was die Katze braucht.

Und das ist eben das, was ich tue und auch immer wieder sehe, dass es funktioniert. Wie gut das funktioniert habe ich selber erst im Laufe meiner Arbeit in vollem Ausmaß erfahren.

In dem Moment, wo ich meinen Blickwinkel darauf verlagere, dass ich möglichst viel Gesundheit für die Katzen will, gilt auf einmal für jeden Organismus das Gleiche und ich muss nicht mehr Symptome unsichtbar machen wollen, da sie in Folge des Gesundwerdens von alleine verschwinden.

BARF Anpassung in der Futterumstellung

In einer Umstellung von Fertigfutter auf BARF mache ich es bei kranken Katzen so, dass ich erstmal das BARF so anpasse, dass es der Katze leicht fällt, den Organismus auf das neue Futter anzupassen. Hier empfehle ich schon Spezial – BARF. Aber eben nur für den Übergang. Sobald sich die Verdauung umgestellt hat und eine positive gesundheitliche Entwicklung durch das Weglassen vom Industriefutter sichtbar wird, bekommen die Katzen ganz normales BARF für gesunde Katzen. Denn das ist aus meiner Sicht und Erfahrung heraus, die beste Grundlage um gesund zu werden.

Deswegen mache ich das hier ja alles.

BARF ist nicht gleich BARF

Ich habe schon oft darüber gesprochen und geschrieben und es ist auch hier in diesem Zusammenhang wieder wichtig. Es gibt ganz viele unterschiedliche Möglichkeiten eine Katze zu barfen. Viele Menschen legen den Fokus auf Bequemlichkeit und Futterkosten und machen Abstriche in der Nährstoffversorgung, oder legen noch schlimmer einfach nur ein Stück Fleisch in den Napf. Derartige „Konzepte“ sind weit verbreitet und diese Art der Fütterung macht Katzen eher noch zusätzlich krank, da lebensnotwendige Nährstoffe fehlen oder das Fertigbarf einfach völlig ungeeignet zusammengesetzt ist.

Das ist aber nicht das, was ich tue.

Bei mir steht die Gesundheit an oberster Stelle bei der Futterzusammensetzung. Das ist das Ziel, was erreicht werden soll. Gesundheit. Und innerhalb dieses Rahmens und der verbleibenden Möglichkeiten schaue ich dann auf Bequemlichkeit und Kosten. Oder eben auch nicht, wenn ich gerade Zeit und Geld genug habe, um es zu genießen meinen Katzen ein tolles Essen zu machen.

Jetzt wieder zu Deinem Tierarzt und der Verwirrung

Wenn Du nun zu Deinem Tierarzt sagst, Du magst Deine kranke Katze lieber barfen, als sie mit Fertig-Spezialfutter zu füttern, dann wird er das selbstverständlich in den meisten Fällen nicht gut finden, da er ja überhaupt nicht weiß, was Du so vorhast. Deswegen sind die Tierärzte oft dagegen, das gebarft wird. Sie tragen ja auch einen Teil der Verantwortung dafür, dass sie Deiner Katze helfen. Und wenn Du das mit dem BARF selber machen willst, dann geht es in Deine (und evtl. meine) Verantwortung über. Denn Dein Tierarzt kann Dir an dieser Stelle nicht weiter zu raten. Auch kennt er mich und meine Arbeit vermutlich nicht und kann sich deswegen auch keine Meinung dazu bilden.

Was Du machen könntest

Wenn Du das willst und es Dir vielleicht selber hilft.

Falls Du bereits mit mir zusammenarbeitest, kannst Du versuchen Deinem Tierarzt zu erklären, was wir da ganz genau machen. Auch welche Bedarfe für die Nährwerte wir verwenden. Und wie wir das Futter dann darauf ausgerichtet mit einem dafür programmierten Rezeptrechner zusammenstellen.

Was Du nicht machen brauchst

Einfach nur sagen, Dir hilft eine Ernährungsberaterin. Denn da gibt es auch wieder alle Facetten. Im schlimmsten Fall Personen, die darauf geschult sind, Dir ein ganz durchschnittliches Katzenfutter so verkaufen, dass Du denkst Du hast was ganz besonders Gutes. Hier wird viel mit Provisionen gearbeitet und sehr gut geschult. Aber das Futter in der Katze ist dann am Ende doch irgendwie „Schlacht-Abfall“.

Vielleicht beruhigt es Dich – Ich gebe nicht auf

Wenn ich Dir abschließend noch sage, dass ich viel mehr bin, als Ernährungsberaterin für Katzen. Ich habe schon so unglaublich viel über alles rund um die Gesundheit lernen dürfen, dass ich mich selber in Bezug auf mich und meine Katzen einfach nur gut, sicher und gesund fühle. Und davon möchte ich Dir einfach etwas abgeben, wenn Du willst. Und ich gebe nicht auf.

Beispiel FORL bei Katzen

In sämtlichen schulmedizinischen und alternativen Ansätzen in Bezug auf diese Zahnerkrankung bei Katzen, die ich kenne, wird gesagt. Es ist da, wenn es da ist. Es ist chronisch und die Zähne müssen raus, wenn es der Katze gut gehen soll. Das sehe ich auch so, solange noch keine andere Lösung gefunden ist. Für mich heißt es, wir haben die Lösung noch nicht gefunden. Aber im Gegensatz zu vielen anderen suche ich weiter nach ihr. Gerade jetzt habe ich nämlich mal wieder neue Bücher über Zähne und Zahnerkrankungen bei Menschen hier stehen, die ich dann mal durchforsten werde. Vielleicht gibt es daraus noch neue Ideen. Und noch ein Gedanke: Ich bin mir darüber bewusst, dass auch Bücher nur von Menschen geschrieben wurden, die eine Idee hatten und die möglichst hilfreich für andere weitergeben. Es geht darum, diese Ideen zu sammeln. Aber dann nicht ungefiltert weitererzählen, sondern darüber nachdenken, mit den eigenen Erfahrungen abgleichen und dann eigene Ideen draus entwickeln. Wieder Erfahrungen sammeln und mit den eigenen Ideen abgleichen usw.

Denke, das beschreibt meine Arbeit ganz gut.

Was denn, wenn Deine gebarfte Katze auf einmal krank ist.

Viele von euch gehen zum Tierarzt um die Katzen untersuchen zu lassen. Manchmal kommen dabei angebliche chronische Erkrankungen heraus. Oft sollen es Nierenprobleme sein. Hier würde ich als erstes immer genau prüfen, ob die Katze wirklich krank sein könnte, oder ob Du nur auf einer ganz anderen Basis unterwegs bist. Meist liegt es nämlich einfach daran, dass nicht beachtet wird, oder beachtet werden kann, dass die Katzen die nach meiner Methode gebarft werden andere Blutwerte zeigen als mit Industriefutter gefütterte Katzen. Ich habe Dir darüber mehr in einem eigenen Blogbeitrag geschrieben.

Link zum Blogbeitrag:

Blutbild beim BARF – Da stimmt doch was nicht.

 

 

 

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Blutbild beim BARF – Da stimmt doch was nicht.

Unsere Katzen, die nach meiner BARF Methode gefüttert werden, haben im Vergleich zur „normalen“ konventionell gefütterten Katze einen anderen Körperbau. Sie haben weniger Fett und mehr Muskelmasse. Das ist ein Ergebnis der Fütterung und etwas, dass ich persönlich als etwas sehr positives ansehe. Für mich ist das ein Zeichen für natürliche Gesundheit.

Die Folge von dem ist, dass unsere Katzen einen anderen Muskelstoffwechsel haben, als „normale“ Katzen, kurz gesagt: „Ihre Körperprozesse sind nicht normal.“ Und dieses zeigt sich auch, wenn wir ein Blutbild machen lassen. Die Ergebnisse der Blutuntersuchungen sind nicht so, wie sie „normalerweise“ sein sollten. Das ist aber kein Zeichen dafür, dass unsere Katzen krank sind. Und das ist wichtig zu beachten.

Wir können diesen Gedanken jetzt nicht automatisch auf jede andere BARF Art übertragen, da diese sehr unterschiedlich sind und auch sehr unterschiedlich auf unsere Katzen wirken. Ich spreche hier nur über meine Erfahrungen mit meiner Fütterung und der meiner Kunden. Also es ist wichtig für Dich, wenn Du dazu gehörst.

Welche Blutwerte betroffen sein können und wie ich persönlich damit umgehe, erzähl ich Dir ganz kurz und knapp in diesem YouTube Video.

 

 

 

 

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Barf bei Herz- oder Augenerkrankung der Katze

Herz- und Augenerkrankungen bei Katzen können sehr viele verschiedene Ursachen und Auslöser haben. Manchmal sind diese Problematiken auch von Geburt an vorhanden. Inwiefern behandelt werden kann und muss ist natürlich immer mit dem Tierarzt oder Tierheilpraktiker zu besprechen. Hier in diesem kleinen Beitrag möchte ich mich ausschließlich auf das Thema Futter bzw. BARF in diesem Zusammenhang konzentrieren, um Dir genau diesen Zusammenhang zu zeigen.

Mögliche Folgen von Taurinmangel

Herzerkrankungen und Augenerkrankungen können die Folge eines Taurinmangels bei der Katze sein. Müssen sie nicht, wie ich bereits eingangs sagte, aber es besteht die Möglichkeit. In diesem Fall hilft eine ausgewogene BARF Fütterung den Mangel auszugleichen und damit die Situation zu verbessern. Es gibt Fertigfuttermittel, die als Alleinfuttermittel deklariert sind, aber keinen Taurinzusatz enthalten. Die Deklaration als Alleinfuttermittel bedeutet, dass es theoretisch alles enthält, was die Katzen benötigen und kein weiterer Zusatz mehr nötig ist. Das ist aus meiner Sicht aber nicht richtig und je nach Situation und Fütterungsdauer kann es bei den Katzen gesundheitlichen Problemen führen. 

Nährstoffreiches, natürliches Futter unterstützt die Gesundheit immer

Insgesamt hilft die Fütterung der hochwertigen Proteine, Fette, Mineralstoffe und Vitamine sämtliche Gefäße und Muskeln aufzubauen und zu stärken. Dadurch, dass ich synthetisch verändertes Futter vermeide und nährstoffreiche, rohe Kost gebe, kann sich der gesamte Zustand gut verbessern. Hier würde ich gar nicht auf bestimmte Komponenten im Futter eingehen, sondern es als nährstoffreiches Gesamtpaket sehen, dass sich dann natürlich auch insgesamt auf die Gesamtgesundheit des Körper auswirkt.

YouTube Video „BARF bei Herz- oder Augenerkrankungen der Katze“

Mit klick auf das Bild, gelangst Du zu YouTube.

BARF bei Herz- Augenerkrankung

Was ist überhaupt Taurin?

Wieviel benötigen unsere Katzen?

Muss man es im BARF synthetisch supplementieren?

Und wenn ja, wieviel?

Diese Fragen beantworte ich Dir in einem spannenden Artikel über Taurin in Katzenfutter bzw. BARF.

Hier geht es zum Taurinartikel.

 

 

 

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Taurin im Katzenfutter – Barfen mit oder ohne Taurinpulver?

Jetzt wird nochmal aufgeräumt! 2010 begann ich mich mit Katzenernährung gründlich zu beschäftigen. 2012 habe ich angefangen, meine kleinen Katzen mit selbstgemachtem BARF zu ernähren. Seit 2016 gebe ich mein Wissen, wie man Katzen erfolgreich barfen kann an andere Menschen und ihre Katzen weiter. In dieser ganzen Zeit habe ich bis heute noch einen Konflikt mit mir herumgeschleppt. Dieser stand als „Projekt“ auf meinem Zettel und sollte dann gelöst werden, wenn ich einige Jahre Erfahrung und noch mehr Wissen in Bezug auf Katzenfutter und BARF habe. Der Zeitpunkt ist jetzt! Endlich! Es geht um das Thema:

Taurinpulver im BARF!

Ja oder nein, und wenn ja, wieviel?

Mein Ziel war es von Anfang an, und ist es auch heute noch, die Katzen natürlich gesund und ausgewogen zu Barfen. Nun ist das Taurin, was wir in unser Futter geben aber synthetisch. Damals, als ich mit allem begann und bei meinen Zwischenschritten, die ich oben beschrieben habe, war ich mir aber immer sicher, dass es besser ist, unser BARF mit Taurinpulver zu ergänzen, da wir die Versorgung auf natürlichem Wege aus meiner Sicht nicht sicherstellen können.

Es gab und gibt aber immer wieder Stimmen, die sagen, es geht doch komplett natürlich und wir benötigen kein künstliches Taurinpulver. Und diese Worte klingen für mich auf Anhieb immer ganz toll. Denn ich hätte es eigentlich auch gerne so gehabt. Komplett natürlich und ausgewogen. Aber immer, wenn ich anfing zu rechnen, kam ich zu dem Ergebnis, dass unser Futter aus meiner Sicht einen Taurinmangel hätte, wenn wir nicht synthetisch supplementieren würden.

Gerne möchte ich an dieser Stelle schon das Ergebnis meiner Überlegungen Damals und Heute vorwegnehmen:

Als alles begann, war es so, und das ist heute noch genauso, dass die Forschungsergebnisse in Bezug auf den Taurinbedarf der Katzen sehr stark unterschiedlich sind. Daraus ergibt sich eine sehr große Spannbreite an empfohlenen Bedarfswerten.  Hinzu kam, dass es kaum Analysewerte von Mäusen gab, die ja die natürliche Nahrung der Katze darstellen. Und die wenigen existierenden Analysewerte für Taurin in der Maus waren auch recht weit voneinander entfernt.

Ich beschloss damals, mich bezüglich des Taurinbedarfs der Katze, an der Maus zu orientieren. Ermittelte einen mittleren Tauringehalt im natürlichen Futter (Maus) der Katze und stimmte unser BARF darauf ab. Dieses Vorgehen fühlte sich für mich auch nochmal passender an, als ich herausfand, dass andere Menschen ihre Katzen ebenfalls auf diese Weise erfolgreich barften. Es erschien mir ein Weg zu sein, der für die Katzen gut funktioniert. Der Haken an der Sache war für mich halt immer, dass wir um diese gewünschte Taurinmenge im Futter sicher dauerhaft zu supplementieren, synthetisches Taurin benötigen.

Mein Gedanke war dann immer: Wir machen es erstmal genau so um auf Nummer sicher zu gehen. Und wenn ich dann ausreichend eigene Erfahrungen mit meiner Fütterung gesammelt habe, stelle ich mir die ganzen Fragen rund um Taurin im BARF nochmal neu.

Jetzt habe ich dieses Vorhaben umgesetzt und habe richtig Freude daran. Heute habe ich so viel mehr Erfahrung in der Katzenernährung und habe viel dazu gelernt. Und auf Basis dessen habe ich das ganze Taurinthema für mich und für euch nochmal neue aufgerollt. Mit dem Ergebnis:

Wir supplementieren weiterhin synthetisches Taurin in unserem BARF

Ab jetzt aber ohne Konflikt oder schlechte Gefühle. Ich bin absolut überzeugt davon, dass wir es benötigen, wenn wir mit unserer BARF Art unsere Katzen in ihre bestmögliche Gesundheit bringen wollen. Und dass es uns keinerlei Nachteile bringt, obwohl es synthetisch ist. 

Und die Einzelheiten erzähle ich Dir dann gerne in diesem Artikel, wenn Du weiterlesen magst. 

Was ist denn überhaupt Taurin?

Bekannt aus Energy Drink und Katzenfutter. Darf ich vorstellen: Taurin! C2H7NO3S eine 2-Aminoethansulfonsäure. Nein, Taurin ist eigentlich keine Aminosäure, gehört aber trotzdem zu den Aminosäuren. (Logisch ;-)). Taurin ist ein Stoff, der überwiegend in seiner reinen Form im Körper verfügbar ist und an vielen wichtigen Prozessen beteiligt ist. Wichtig zu wissen in diesem Zusammenhang ist übrigens, dass Taurin keine aufputschende Wirkung hat, so wie es uns die Werbung für den Energy Drink oft glauben machen will. Das kommt vom Koffein im Getränk und nicht vom Taurin. Hier wird lediglich ein Mythos aufrechterhalten. C2H7NO3S wurde von Forschern 1827 erstmals aus Stiergalle hergestellt. Und da die lateinische Bezeichnung für Stier „Taurus“ ist, bekam es den Namen Taurin. So wird es gefühlsmäßig heute noch mit der Kraft des Stieres in Verbindung gebracht. Es hätte aber auch genauso gut aus der Galle eines Erdmännchens hergestellt werden können, denke ich mir so.

Taurin kommt in natürlicher Form in tierischem Gewebe vor. Hauptsächlich in den Muskeln und im Gehirn. Als synthetisches Supplement im Katzenfutter (oder Energydrink) kennen wir es als weißes, kristallines Pulver.

Welche Aufgaben erfüllt Taurin im Körper?

Jeder Nährstoff den wir unserem Körper oder dem der Katze zuführen, erfüllt sehr viele Aufgaben im Gesamtorganismus. Aus meiner Sicht kann man die Aufgaben nicht auf einzelne reduzieren. Ich sehe den Körper gerne als gesamten Organismus. Und damit dieser funktioniert muss alles stimmen. Die Aufgaben von Taurin im Körper, die wir kennen sind nur die, die bereits gut erforscht sind. Aber da gibt es auch immer ganz viel, von dem die Forschung noch nichts weiß. Sonst würde ja niemand mehr forschen. Naja, und diese bereits erforschten Aufgaben sind Folgende:

  • Taurin wird für die Bildung von Gallensäure benötigt und steht damit im Zusammenhang mit der Fettverdauung.
  • Taurin wird für den Muskelaufbau und seine Funktion benötigt.
  • Für die Funktion des Zentralnervensystems.
  • Taurin wirkt antioxidativ.
  • Es ist beteiligt an der Regulation des Wasserhaushaltes im Körper bzw. in den Zellen.

Bei Katzen niemals auf Taurin verzichten!

Menschen und andere Säugetiere sind nicht auf die Zufuhr von Taurin angewiesen. Wir synthetisieren es selber in unserem Körper. Bei Katzen funktioniert der Stoffwechsel etwas anders. Die Leber besitzt zum Beispiel andere Enzyme und ist bei Katzen weniger gut in der Lage, Taurin in ausreichender Menge herzustellen. Gleichzeitig benötigt die Katze im Gegensatz zu anderen Säugetieren unbedingt Taurin für bestimmte Körperprozesse.  Die Bildung der Gallensäure der Katzen benötigt zwingend eine bestimmte Menge Taurin, während andere Säugetiere auch andere Bausteine dafür verwenden können, wenn nicht ausreichend Taurin vorhanden ist. Deswegen sind die Katzen darauf angewiesen, dass sie Taurin über ihre Nahrung regelmäßig in ausreichender Menge aufnehmen.

Nun, fragen wir uns, was ist regelmäßig und was ist die ausrechende Menge? Und hier scheiden sich eben die Geister sehr.

Was wir genau wissen ist, dass es Situationen gibt, in denen Katzen Mangelerscheinungen und Krankheiten entwickeln, weil sie zum Beispiel mit Hundefutter ohne Taurinzusatz ernährt werden. Es gibt also ein zu Wenig. Wo diese Grenze aber nun genau liegt, wissen wir nicht genau. Und im Grunde geht es ja auch nicht darum, ab wann es zu wenig ist, sondern welche Menge optimal für die Katze ist.

Wieviel Taurin benötigt eine Katze?

Das weiß natürlich keiner so genau. Ein Nährstoff kann nicht einfach isoliert in einer abgezählten Menge behandelt werden. Es gibt individuell sehr viele Faktoren, die sich gegenseitig beeinflussen und den Bedarf unterschiedlich gestalten. Dann gibt es verschiedene Forschungen, unterschiedliche Betrachtungsweisen der einzelnen Menschen und das ganze führ dann dazu, dass wir in der Literatur eine recht große Spannbreite an ermittelten Bedarfswerten der Katzen an Taurin finden. Hier ein paar Beispiele: 

  • 60-120 mg pro 1 kg Katze pro Tag
    • Skript für Tiermedizinstudenten, Dr. Wanner – Universität Zürich
  • 20-60 mg pro 1 kg Katze pro Tag
    • Tierärztin Jutta Ziegler
  • 120 mg pro 1 kg Katze pro Tag
    • Susanne Reinerth ,Autorin eines BARF Buchs
  • 50 mg pro 1 kg Katze pro Tag
    • NRC-Werte, damit arbeiten die meisten BARF – Berater

Zusammenfassend können wir sagen, liegt der Taurinbedarf der Katze theoretisch zwischen 20 mg und 120 mg pro 1 kg Katze pro Tag.

Ich selber supplementiere übrigens 60 mg Taurin zusätzlich zum natürlich im Futter enthaltenen. Aber dazu auch später mehr, wenn Du magst.

Auch die Analysen von Mäusen, als natürliches Katzenfutter lieferten recht unterschiedliche Tauringehalte. Zum Tauringehalt der Mäuse schreibe ich dann weiter unten, da wir diesen dann auch als Grundlage verwenden, um unser Futter zu supplementieren.

Taurinmangel und Überdosierung

Erforschung

Bevor ich hier los lege möchte ich Dir gerne kurz erklären, was Mangel – Mangelerscheinung oder Überdosierung in diesem Zusammenhang überhaupt bedeutet. Denn das ist uns oft gar nicht klar. Meiner Meinung nach, lassen sich diese theoretischen Forschungsergebnisse nicht einfach so auf das echte Leben einer Katze und ihre Ernährung übertragen. Sämtliche Forschungen werden in Tierversuchslaboren durchgeführt. Die Tiere leben dort unter schlechten Bedingungen, müssen viele leidvolle Behandlungen über sich ergehen lassen, die zum Teil mit dem Tod enden. Wir können das nicht ungefiltert auf unsere gebarften und geliebten Katzen übertragen. 

Die Folgen von Mängeln werden erforscht, indem spezielles Futter künstlich so hergestellt wird, dass es absolut arm an dem zu prüfenden Stoff ist. Dann wird über Wochen und Monate gefüttert, bis Krankheiten auftreten. Aus den sichtbaren Ergebnissen, werden dann Zahlen für Bedarfe abgeleitet und festgestellt, welche Erkrankungen auftreten, wenn der Bedarf nicht gedeckt ist. Genauso wird bei Überdosierung und ihren Folgen verfahren. Synthetische Stoffe werden in viel zu großen Mengen bis hin zu Krankheit und Tod gegeben. Aus diesen Ergebnissen werden dann wieder entsprechende Schlüsse gezogen. Kein Tier würde unter normalen Bedingungen freiwillig so viel von einem Stoff essen, dass es daran stirbt. 

Unsere natürlich ernährten Katzen sind weit von dem entfernt, was in der Forschung in Versuchslaboren stattfindet. das sollten wir im Hinterkopf haben, wenn wir uns mit den Bedarfszahlen, Mangelerkrankungen und Folgen der Überdosierung beschäftigen.

Folgen

Hier könnten wir uns als erstes die Frage stellen: Was ist überhaupt ein Mangel und was ein Überfluss? Es kann hier keine klaren Zahlen geben. Fängt der Mangel dort an, wo die Krankheit sichtbar wird oder schon vorher? Oft werden Mindestbedarfe angegeben, die einen Mangel mit gesundheitlichen Schäden verhindern sollen. Aber ist das dann eine gute Idee, diesen Mindestbedarf zu füttern, oder darf es auch etwas mehr sein?

Also meine persönliche Meinung zu dem ist, dass es mir darum geht, das Futter so zusammen zu stellen, dass die Bedarfe möglichst gut und satt gedeckt sind. Es darf eher etwas mehr als weniger sein. Denn es geht nicht darum, Mängel zu verhindern, indem ich einen Mindestbedarf abdecke, sondern den Körper möglichst ideal zu ernähren. Und auch ein ganz leichter Mangel lässt Prozesse im Körper schon weniger gut ablaufen. Aber auch dazu später gerne mehr und genaue Gedanken. Nun erstmal zu den erforschten Folgen von Taurinmangel und Überdosierung: 

Synthetisches Taurin wird nach den Untersuchungen an Versuchstieren toxisch als unbedenklich eingestuft. Es stellt ein Endprodukt des Stoffwechsels dar und wird somit unverändert aus dem Körper ausgeschieden. Schäden durch Überdosierung sollten also nicht auftreten können, wenn wir uns irgendwo in den angegebenen Bereichen der Taurinergänzung bewegen. 

Bezüglich der Folgen von Taurinmangel ist es so, dass nicht alle Erfahrungen ausschließlich aus Tierversuchen stammen. Auch im wirklichen Leben gab und gibt es immer mal wieder Katzen, die durch Taurinmangel bestimmte Krankheiten, wie Herzprobleme und Augenerkrankungen entwickelten. Das sehe ich persönlich als die wichtigere Erkenntnis, als die Folgende:

Wenn dann in Studien im Labor, genauer geforscht wird, hat man es in einem Fall zum Beispiel so gemacht, dass man Katzen völlig ohne Taurin im Futter ernährt hat um dann zu sehen, welche Krankheiten sie genau entwickeln. Beim Taurinmangel waren das dann unter anderem Störungen des Zentralnervensystems, Herzerkrankungen, Netzhauterkrankungen mit Blindheit, Zahnprobleme, Totgeburten und mangelnde Entwicklung bei Kitten.

Persönliche Anmerkung

Vielleicht an dieser Stelle erwähnt: Derartige Untersuchungen und Studien waren für mich damals einer der Gründe, warum ich Maschinenbau studiert habe und nicht Tiermedizin. Interesse hatte ich, aber ich hätte derartige Forschungen und Studien nicht mit meinem Gewissen vereinbaren können. Ich bin der Meinung, dass man „Tierversuche“ und Studien auch weniger schmerzhaft und leidvoll für die Tiere gestalten könnte. Aber das nur als meine persönliche Meinung am Rande.

Wieviel Taurin ist denn nun in Katzenfutter drin?

Wenn wir hierzu Angaben machen und vergleichen wollen, bleibt uns nichts anderes übrig, als dafür Zahlen zu benutzen. Denn ohne geht es gar nicht. Wir müssen aber bedenken, dass diese Zahlen keine absolut allgemeingültige Klarheit geben. Denn die Wertigkeit des Taurin für den Körper ist nicht immer gleich. Das natürliche Taurin in seinem natürlichen Verbund wird aus meiner Sicht garantiert anders von der Katze verwertet werden können, als das synthetische. Eigentlich kann man sich bei allen chemischen Produkten nicht ganz sicher sein, wie sie denn nun ganz genau im Körper wirken. Auch die Erhitzung spielt eine Rolle und verändert damit die Wertigkeit. Aber ich will Dir trotzdem ein paar Zahlen nennen, damit Du nachvollziehen kannst, wie ich darauf gekommen bin unser BARF mit Taurin zu supplementieren, so wie wir das machen. Denn dafür habe ich diesen Artikel ja geschrieben.

Tauringehalt einer Maus

Das meiste Taurin befindet sich in stark beanspruchten Muskeln. Dem Herz, den Skelettmuskeln und auch im Gehirn. Die Angaben über Analysen von Mäusen schwanken recht stark. Ich habe im Zuge dieser Arbeit die Quellenangaben nachvollzogen und versucht, den Ursprung dieser Angaben zu finden. Leider verliefen diese Spuren fast immer im Sande. So viel zum Thema Quellenangaben. (Ich werde ja manchmal kritisiert, wenn ich keine mache. Aber noch schlimmer finde ich, wenn Menschen welche angeben und diese dann falsch sind.) 

Also ich habe mir folgende Werte des Tauringehaltes einer Maus als Grundlage genommen:

  • 140-270 mg/100 g
    • Tierärztin Jutta Ziegler „Rohkäppchen und der Zahnlose Wolf“
  • 178 mg/100 g
    • Eine Analyse wild lebender kanadischer Hirschmäuse, durchgeführt von der Firma TC Feline
  • 240 mg/ 100 g
    • Dieser Wert wird im Allgemeinen in BARF Ausbildungen gelehrt und von BARF Beratern genutzt, aber für mich war nicht nachvollziehbar, woher er stammt (Vielleicht weißt Du mehr darüber? Dann schreibe es mir, bzw. allen anderen Lesern gerne in die Kommentare unten.)

Ich habe dann für meine Berechnungen, die ich Dir weiter unten zeige einen für mich sinnvollen mittleren Tauringehalt verwendet.

Taurin in der Katzenmuttermilch

Der Tauringehalt in der Milch der Katzenmutti ist davon abhängig, wie sie selber gefüttert wird. Also ist auch dieser wieder kein Wert an dem wir uns dogmatisch festhalten dürfen, sondern wieder nur als Anhaltspukt zu sehen.

Im Skript für Tiermedizin der Universität Zürich findet man die Werte, 21-36 mg pro 100g. In anderer Literatur findet man die Angabe 30 mg pro 100g. (Kuhmilch hat zum Vergleich 0,13 mg pro 100 g)

Katzenwelpen können Taurin besser verwerten, als Erwachsene. Vermutlich wegen weniger bakteriellen Abbaus im Darm.

Taurin in BARF

Im rohen Fleisch ist generell natürliches Taurin enthalten. Wie bei der Maus gilt auch bei anderen Futtertieren, dass die höchsten Taurinwerte in den stärker belasteten Muskeln zu finden sind. Des Weiteren findet man in Muscheln sehr hohe Tauringehalte. Gerne verlinke ich Dir hier an dieser Stelle einmal eine komplette Tabelle mit Analysewerten. Wie ich in unserem BARF damit arbeite und mir das alles so denke, zeige ich Dir dann im nächsten Absatz.

https://www.vetmed.ucdavis.edu/sites/g/files/dgvnsk491/files/aal/pdfs/spitze.pdf

Im Allgemeinen wird die Taurinsupplementierung beim BARF sehr unterschiedlich angesehen. Es gibt Methoden und Menschen, die davon überzeugt sind, dass das natürliche Taurin im Fleisch aufgrund der hohen Wertigkeit im Rohfutter ausreicht. Zum Beispiel vertritt die Tierärztin Jutta Ziegler diese Meinung. Ich habe es aber auch schon oft von anderen Menschen gehört. 

Da Muschelfleisch sehr gute Tauringehalte hat, wird in manchen BARF Arten auch gerne mit Muscheln oder Muschelpulver supplementiert.

Oder man gibt eben synthetisches Taurinpulver zusätzlich ins BARF. Alles wird gemacht und scheint also auch irgendwie zu funktionieren.

Taurin in meinem / unserem BARF

Um die Taurinfrage für mich zu beantworten habe ich mir einige Orientierungspunkte gesucht. 

Die erste Frage, die ich mir immer stelle ist, wie sind die praktischen Resultate. Wo sind diese Katzen, die schon über längeren Zeitraum nach einer bestimmten Methode gefüttert wurden, und wie sehen diese Katzen jetzt aus. Wenn ich diese Katzen finde, dann mache ich mir ein Bild davon, wie es ihnen geht und wenn das gut ist, dann hat diese Fütterung für mich eine Bedeutung. Sonst nicht. Bei Taurinmängeln im wirklichen Leben (nicht im Labor) kann es Monate bis Jahre dauern, bis die Probleme in Folge von Mangel sichtbar werden. Und schon oft habe ich Menschen gefunden, die mir erklärt haben, wie gut gebarft wird, haben es aber selber nie über längere Zeit mit den Katzen gemacht. Diese Aussagen haben für mich dann, wie gesagt in der Praxis wenig Bedeutung.

(Ich höre auch niemals Menschen zu, die übergewichtig und ungesund aussehen und mir dann was über Ernährung erzählen wollen.)

Die zweite Frage, die ich mir immer stelle ist: Funktioniert es nur irgendwie, oder ist es optimal aus meiner Sicht. Denn ich habe mir zum Ziel gesetzt, dass für unsere Katzen beste Futter zu machen, was wir können. Auch dürfen wir im Hinterkopf haben, dass die Produktion von Fertigbarf ohne Taurinzusatze deutlich wirtschaftlicher ist, als mit Taurinzusatz. Denn Taurin in reiner Lebensmittelqualität ist schon recht hochpreisig. Vielleicht an dieser Stelle noch interessant zu erwähnen, dass Taurin wasserlöslich ist. Das meiste Fertigbarf ist gewolft und verliert durch die große Oberfläche recht viel Wasser, wenn man es wegschüttet. In diesem Wasser ist ein Teil des Taurins gelöst.

Und die letzte Frage, die ich mir auch immer gerne stelle ist: „Was sagt denn die Natur dazu?“ Soll heißen, ich möchte mich gerne am Gehalt der natürlichen Beutetiere orientieren und nicht an den Ergebnissen von Tierversuchsstudien. (Wobei das zahlenmäßig hier in einem ähnlichen Rahmen liegt und sich nicht gegenseitig widerspricht.)

Die Orientierung an der Maus

Aus den Angaben die ich zum Tauringehalt in Mäusen finden konnte, habe ich mir unter Berücksichtigung der theoretischen Bedarfswerte der Katze an Taurin, einen aus meiner Sicht sinnvollen Mittelwert gebildet. Dieser liegt bei 200 mg/ 100 g Maus und dient mir als Orientierung für den Bedarf unserer Katzen an Taurin.

Die starke Spannbreite an Bedarfswerten entsteht aus meiner Sicht auch, weil sehr unterschiedliche Futtermengen für die Katzen zu Grunde gelegt werden. Es wird sich beim täglichen Kalorienbedarf einer Katze zum Beispiel in der Tiermedizin und Tierheilpraxis an einer Menge von 10-12 Mäusen orientiert, die eine Wildkatze täglich verspeisen muss.

Unsere Katzen sind aber keine Wildkatzen, sondern leben zum Teil ziemlich gemütlich. Und die Erfahrung aus meiner BARF Fütterung und Mäusefütterung unserer Hauskatzen ist, dass die Katzen mit ca. 150-170 g Maus im Schnitt pro Tag satt werden. Das macht bei 30 g schweren Mäusen 4-5 Stück am Tag. Eine erwachsene Katze verspeist im Schnitt täglich die selbe Menge (150-170 g) BARF. Ich rechne immer mit der 3,5-4 kg Katze, denn diese habe ich auch hier zu Hause.

Ich habe mich aber sowieso bei der Bestimmung der benötigten Mausmenge gar nicht so sehr festgelegt, sondern orientiere mich einfach am Gehalt an Taurin in 100 g Maus und passe daran unser BARF an. 

Unsere Katze isst pro 1 kg Katze pro Tag 43 g BARF. Den Tauringehalt in der Maus (200 mg/ 100 g) rechne ich darauf herunter. Das bedeutet unsere Katze benötigt 86 mg Taurin pro 1 kg Katze pro Tag. 

Tauringehalt in unserem BARF

Dann schauen wir mal, wie viel natürliches Taurin unser Katzenfutter im Schnitt so hergibt. Da es für viele der etwas außergewöhnlicheren Fleischsorten und Herzfleisch keine Angaben über den Tauringehalt in den Datenbanken gibt, kann ich die Taurinwerte nicht direkt in unserem BARF Rechner verarbeiten. Deswegen habe ich mir auch hier einen mittleren Wert aus den gängigsten, verwendeten Fleischsorten in unserem Katzenfutter ermittelt.

Unsere Katze futtert erfahrungsgemäß im Schnitt 28 g Fleisch pro 1 kg Katze pro Tag. (Der Rest zu den oben angegebenen 43 g sind die Supplemente und das Wasser im Futter.)

Beispielgehalte an Taurin in gängigen Fleischsorten in diesen 28g:

  • Hühnerbrust: 5 mg
  • Hühnerbein: 9 mg
  • Hühnerherz: 33 mg
  • Putenbrust: 3 mg
  • Putenfleisch (Hack): 59 mg
  • Putenherz: keine Angabe 
  • Pferdefleisch: 8 mg
  • Lammfleisch: 60 mg
  • Rindfleisch: 10 mg
  • Rinderherz: 18 mg
  • Kaninchen – ganz gewolft: 10 mg

Im Mittel macht das: 21,5 mg

  • Der Lachs, den wir im Futter verwenden, hat einen verschwindend geringen Tauringehalt von 1,3 mg für unser 1 kg Katze pro Tag.
  • Die Miesmuschel ist die taurinreichste Muschel mit 655 mg pro 100 g. Das heißt, eine durchschnittliche 4 kg Katze kann mit ca. 50 g Miesmuschel pro Tag ihren Taurinbedarf decken. Sie würde dann aber viel zu viel Jod erhalten. Diese Menge zu füttern ist nicht realistisch, finde ich. 

Ich mache es in meinem BARF für meine und eure Katzen so, dass wir zusätzlich noch 60 mg pro 1 kg Katze pro Tag mit Taurinpulver supplementieren. So kommen wir mit den 21,5 mg oben auf theoretische 81,5 mg und liegen damit sehr nah an meinem angenommenen Bedarf von 86 mg. 

Jeder, der meinen BARF Rechner nutzt und etwas Erfahrung mit dem BARF hat, kann sich den Wert für den Taurinzusatz im Futter aber auch bequem anpassen und auf diese Weise mit anderen Werten arbeiten.

Taurinpulver ist nicht gleich Taurinpulver (wichtig)

Wenn wir unser Futter mit Taurinpulver supplementieren wollen, müssen wir das Pulver verwenden, welches auch für diesen Zweck ausgewiesen ist. Taurinpulver wird, soweit ich das recherchieren konnte, in China produziert. Es gibt eine Firma, die ihre Produktion und das Produkt offenlegt und auch kontrollieren lässt. Dieses Taurin ist das, was für Futtermittel und Energydrinks eingesetzt wird. Es gibt dann aber noch andere chinesische Firmen, die können das günstiger herstellen, verraten aber nicht so ganz genau, wie sie das machen. Das ist dann das, was Du günstig in Online-Shops für Sportlerbedarf kaufen kannst. Oder direkt im Fitnessstudio. Dieses unterliegt anderen oder gar keinen Kontrollen und kann Schadstoffe enthalten. 

Ich selber habe in meinem alten Beruf als Maschinenbauingenieurin mit chinesischen Firmen zusammen gearbeitet. Und glaube mir. Der Chinese ist sehr erfinderisch, wenn es darum geht Kosten einzusparen. (Natürlich nicht nur der Chinese, aber das waren die, deren Arbeitsweise ich kennen lernen durfte.) Und Kosteneinsparung geht immer zu Lasten der Qualität. Kann gar nicht anders sein. 

Fazit: Weitermachen, wie bisher!

Taurin werde ich bei meinen Katzen weiterhin synthetisch supplementieren. Bei mir gibt es auch noch ein Hindernis, mit Grünlippmuschelpulver zu ergänzen, denn mein lieber Kater Mounty, der eigentlich alles verträgt und auffuttert, kotzt von Grünlippmuschelpulver in seinem Essen. Das machen wir da jetzt nicht mehr rein. 

In meinem BARF-Online Kurs lernt ihr weiterhin das Taurinpulver richtig zu supplementieren. Jedem steht es aber frei, es später anders zu probieren. Ich sehe meine Kurse und meine BARF Methode sowieso hauptsächlich als Einstieg für jeden. Eine sichere, einfache, leicht verständliche Methode zum sorgenfreien Übernehmen und BARF Start. Später darf es sich weiter entwickeln. Muss nicht, aber kann.

Meine Katzen werden jetzt seit 10 Jahren so gefüttert und sind gesund. Und ich möchte es auch aus diesem Grunde nicht ändern. 

Eigentlich sind meine Katzen ja auch Versuchstiere. Ich überlege mir theoretisch anhand von vielen Zahlen und dem Vergleich mit der Natur, welches das allerbeste Futter für sie sein müsste. Und dann wird es gegessen und damit getestet. Ich finde, so könnten doch auch andere Tierversuche und Studien laufen. Mir genügt es völlig, meine superfitten Katzen zu sehen, um meine Kunden mit einem ganz wunderbar guten Gefühl in Bezug auf ihr Futter für ihre Katzen zu beraten. Ich finde, mehr braucht es nicht. 

 

 

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Mäkelkatzen – Wenn die Katze ihr Futter nicht mag

Hast Du auch einen schlechten Esser oder ein „Futterdiva“ zu Hause?

Immer wieder führe ich Gespräche mit Menschen, die sich Gedanken darüber machen, warum ihre Katzen schlecht essen, manchmal rummäkeln oder vielleicht auch einfach mal abnehmen und ziemlich dürr aussehen. Gerne möchte ich heute ein paar meiner Gedanken dazu mit Dir teilen. Vielleicht betrifft Dich das Thema ja auch. Eventuell hast Du auch so ein schmales Tierchen zu Hause. Ich habe Minki. Sie ist meine „Mäkelkatze“, die im Sommer immer ein wenig schmal durch die Gegend rennt. Früher habe ich mir dann auch Sorgen um sie gemacht.

Ich selber empfinde das heute nicht mehr als etwas Negatives, sondern als etwas, was einfach so ist, wie es ist. Manchmal hat sie Phasen, in denen sie nicht viel isst. Sie hat gewisse Vorlieben, was ihr Futter angeht und schreit diese auch immer lautstark heraus. Denn jeder soll wissen, dass Minki am liebsten Huhn isst und von Rind kotzen muss. Sie ist jetzt 9 Jahre alt. War immer gesund und ich denke, sie wird schon wissen, was sie tut.
Die Frage, die ich mir stelle und heute mit Dir teilen möchte ist:

Brauchen unsere Katzen eigentlich wirklich mind. 2 x täglich Futter?

Kurz vorweg: Ja, wir sollten unsere Katzen weiterhin regelmäßig füttern. Ich möchte nur einen kleinen Gedanklichen Ausflug mit Dir machen. Und Dir sagen, was ich so bei meinen und meinen Kundenkatzen beobachte.

Unsere Katzen halten sich nicht an Normen

Ich stelle immer wieder fest, dass viele unserer gebarften Katzen sehr stark darin schwanken, wieviel Futter sie so am Tag vertilgen. Es gibt Phasen, in denen essen sie viel und welche, da essen sie sehr wenig. Auch schwankt ihr Gewicht natürlich im Laufe eines Jahres. Es gibt dickere Katzen und dünnere Katzen, auch wenn sie das gleiche Futter verspeisen.  Manche dickere Katze wird im Winter zur Moppelkatze und manche dünnere Katze wird im Sommer noch dünner. Katzen halten sich in Bezug auf Futtermenge und Körpergewicht nicht an irgendwelche Normen, die wir Menschen (Die Futtermittelindustrie und Tierärzte) ihnen gerne vorgeben möchten. In der Natur gibt es das nicht. Es gibt dicke Tiere und dünne Tiere. So wie dicke Bäume und dünne Bäume. Gefährlich und krankhaft wird es natürlich dann, wenn wir unsere Katzen mit Industriefutter füttern. Dann haben sie insgesamt eine schlechte Gesundheit und Übergewicht oder Untergewicht können eine Folge davon sein. (Hierzu empfehle ich meinen „Moppelkatzenratgeber“).

Der natürlich gefütterte Katzenkörper ist individuell und bei jeder Katze anders. So wie bei uns Menschen auch.

Sie essen natürlich das, was ihnen schmeckt

Alles andere wäre ja auch totaler Humbug….

Manche Menschen in meinem Kundenkreis machen sich Sorgen, wenn die Katzen auf einmal bei verändertem  Futter weniger oder mehr essen. Wenn sie rum mäkeln. Aber ist das wirklich ein Grund, sich Sorgen zu machen?

Die Katzen essen mehr, wenn es ihnen gut schmeckt und weniger, wenn ihr Geschmack mal nicht so getroffen wurde. Genau wie wir haben Katzen unterschiedliche Vorlieben, was das Futter angeht. Das ist völlig normal und steuert ganz logisch gesehen, dass mehr von dem in die Katze kommt, was ihr Körper gerade benötigt.

Ich esse auch immer mehr von Schokoladeneis, als von Erdbeereis. Das heißt aber nicht, dass man deswegen in Panik geraten sollte und sofort mehr Schokoladeneis kaufen muss. (Oder im Falle Deiner Mäkelkatze anderes Futter ran schaffen sollte.)

Sie essen, wenn sie Hunger haben

Manch einer hat sich auch schon bei mir beklagt, dass er das Gefühl hat, die Katzen würden das BARF nicht essen, weil es ihnen schmeckt, sondern nur weil sie Hunger haben. Ist es nicht genau das, was von der Natur so eingerichtet ist? Wenn der Körper Nahrung braucht sendet er ein Hungergefühl. Und das sollte tatsächlich auch der einzige Grund sein, warum wir essen. Natürlich essen wir Menschen und Katzen das ein oder andere Industriezeugs, weil es Spaß macht und schmeckt (Kartoffelchips & Trockenfutter). Aber das ist doch eigentlich gar nicht das, was wir wollen, wenn wir gesund ernähren wollen.

Zu Chips und Trockenfutter habe ich übrigens mal ein Video gemacht und auch die Wirkung der Geschmacksverstärker erklärt: „Ein Live-Video mit Chips“

Futterverweigerung und Hepatische Lipidose

Wenn die Katze mal nicht isst, spricht man schnell mal von Futterverweigerung. Denn wir haben gelernt, dass eine Katze mehrmals täglich unbedingt komplett ausgewogenes Katzenfutter erhalten sollte, damit sie wirklich gesund sein kann. Sollte sie länger als 24 oder 48 Stunden nicht fressen, steigt das Risiko, dass sie an der sog. Hepatischen Lipidose, der „Leberverfettung“ erkranken. Das ist auch so, wenn ich eine übergewichtige, schlecht gefütterte Katze auf Diät setze. Dann kann sie das bekommen. Aber stimmt diese Aussage denn auch für unsere Katzen?

Künstliche Bedingungen und Laborversuche

Die Untersuchungen dieser Krankheiten, finden in der Regel in Laborversuchen statt. Katzen leben in Versuchslaboren unter völlig unnatürlichen Lebensbedingungen. Dort wird an ihnen geforscht.

Diese Bedingungen können wir mit den Lebens- und Futterbedingungen unserer gebarften Katzen aus meiner Sicht überhaupt gar nicht vergleichen.

Wir füttern so naturnah, wie wir können

Ich orientiere mich ja gerne an der Natur, so gut, wie es mir möglich ist. Unsere Hauskatze hat das gleiche Verdauungssystem, wie eine Wildkatze. Wie haben sich nicht, wie manchmal behauptet wird, an das Industriefutter angepasst. Wie sollte das auch möglich sein? Klar ist der Darm von anderen  Bakterien besiedelt, wenn ich sie mit artfremder Nahrung füttere. Aber es bleiben artfremde Bakterien und artfremdes Futter. Und ein Verdauungssystem kann sich nicht an synthetisch hergestellte Stoffe anpassen, da diese der Natur meist gar nicht bekannt sind. Bis heute weiß man eigentlich gar nicht genau, wie ein Körper denn nun wirklich mit diesen synthetischen Stoffen umgeht.

Jetzt stelle Dir mal eine Wildkatze im Laufe eines Jahres in der Natur vor. Glaubst Du, dass sie jeden Tag rund ums Jahr immer eine gleiche Anzahl ausgewogener Mahlzeiten zu sich nimmt? Bei Hitze, Kälte, Nachwuchs… Meinst Du nicht, dass ihre Jagdeinsätze und -erfolge stark schwanken? Und wenn das so wäre, könnten wir davon ausgehen, dass die Katzen von der Natur her auf wechselndes Nahrungsangebot, Hungertage und Überfluss eingestellt sind und bestens damit umgehen können?

Auch ist es etwas völlig Normales für eine Katze auf ihr Futter zu warten. Denn genau das macht sie auf der Jagd. Sie braucht Geduld, bevor sie was zu essen bekommt. Und manchmal entwischt das Futter und dann muss man wieder warten. Warum also nicht darauf warten, ob doch noch was Besseres im Napf landet… Unsere Katzen haben Zeit. Sie haben keine Termine, zu denen sie müssen. Sie haben Zeit darauf zu warten, dass Du zum Metzger fährst und besseres Fleisch holst…

Leider finde ich nicht viele Reportagen oder Untersuchungen zu Wildkatzen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es im Winter bestimmt viele Tage gibt, an denen sie gar nichts fangen. Dass das Wetter so schlecht ist, dass nicht mal die Mäuse vor die Tür gehen wollen. Was man weiß ist, dass die Katze sich dann von der Aktivität her anpasst. Sie verbraucht dann einfach weniger Energie. Auch das ergibt ja absolut Sinn, finde ich.
Ich glaube, dass die Natur es so vorgesehen hat, dass Katzen auch mal Tage ohne Futter sein können und sie die entsprechenden Regelmechanismen besitzen um trotzdem sehr gesund zu bleiben.

Aber die Katzen wollen es ja auch leichter haben. Deswegen haben sie sich uns angeschlossen, und lassen sich nun mehrmals täglich füttern. Das geht natürlich auch.

Machen wir doch gemeinsam das Beste draus. Und keinen Stress!


Ich denke, wir sollten unseren gebarften Katzen das Beste anbieten, was wir haben und sollen ihnen dann die weitere Verantwortung überlassen. Sie sind so schlau, stark und selbständig. Ich glaube, sie lachen über uns und wundern sich, dass wir ihr Futter mit  einer Excel Tabelle ausrechnen und dann abwiegen, was sie essen sollen. Sie wollen einfach essen! Und wenn es lecker ist, dann wollen sie mehr davon. Und wenn es nicht so lecker ist, isst man sich halt satt und schaut, ob es dann später doch noch was Besseres gibt.

Wie wäre es mit Aufgabenteilung?

Falls Du Dir auch noch Sorgen machst, dass Deine Katze nicht genug isst, habe ich vielleicht eine gute Idee für Dich. Setz Dich doch mal mit Deiner Katze zusammen und dann macht ihr eine ganz klare Teilung der Aufgaben und der Verantwortung. Besprecht doch mal genau, wer von euch zurzeit die Verantwortung dafür trägt, dass die Katze genug isst. Und dann könnt ihr diese Verantwortung aufteilen. Du übernimmst den Part der Futterberechnung und Zubereitung. Und Du sorgst dafür, dass immer Essen da ist, wenn Deine Katze etwas haben will. (Das kannst Du sowieso besser, als sie.)

Und Deine Katze übernimmt die Verantwortung dafür, dass sie genug futtert, um ihren Körper ordentlich zu  nähren und gesund zu sein. (Sie weiß sowieso am besten, was sie benötigt.)

Unser BARF Wissen ist toll aber theoretisch. Damit liefern wir die besten Voraussetzungen für ein ausgewogenes Nahrungsangebot. Auch brauchen wir bestimmte Futtermengen, mit denen wir rechnen, damit wir es einfach haben, bei der Zubereitung.

Was Deine individuelle Katze aber zu einem bestimmten Zeitpunkt gerade wirklich braucht, dass weiß sie selber am allerbesten. Und ich bin mir sicher, dass eine Katze auch überleben kann, wenn man sie phasenweise dazu nötigt, etwas zu essen, dass vielleicht nur auf Platz 3 der Lieblingsessen steht. Dann wird die Freude größer, wenn es irgendwann doch wieder nur Huhn gibt.

In diesem Sinne … guten Appetit!

Deine Katze freut sich bestimmt sehr darüber, dass sie Dich hat und Du ihr tolles Futter machst. <3


Liebe Grüße 
Angela Genovese

Jetzt selber Ernährungsberater für Deine eigene Katze werden!

Oder einfach nur: KATZENFUTTER SELBER MACHEN

Bist Du ein Mensch, der seine Katzen gesund und naturnah ernähren möchte? Dann hast Du bei mir die Möglichkeit, Dich zum BARF – Profi ausbilden zu lassen. Ich helfe Dir in meinem Kurs „Natürlich gesunde Ernährung für Katzen“ dabei Dein eigener Ernährungsexperte für Deine Katzen zu werden. Eins der größten und nachhaltigsten Geschenke, das Du Deinen Katzen machen kannst.

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Barf bei Krebs der Katze

Es gibt eine Frage, die ich mir vor vielen Jahren stellte, aus der meine gesamte Arbeit heute gewachsen ist. Nachdem ich mit Krebserkrankungen bei Mensch und Tier konfrontiert wurde, stellte ich mir die Frage:

Warum bekommen Katzen eigentlich Krebs?

Natürlich stellte ich mir auch die Frage, warum wir Menschen Krebs bekommen, und die Antwort darauf würde noch etwas anders ausfallen, als bei unseren Tieren. Ich möchte hier aber den Fokus auf die Katze behalten.

Ich persönlich halte für die Hauptursache von Krebs bei unseren Haustieren, dass sie mit unnatürlichen Futtermitteln mit vielen chemischen Zusatzstoffen gefüttert werden. Und aus eigener Erfahrung bei Katzen, weiß ich, dass Tumore auch durch Gifte entstehen können, die z. Bsp. in Impfstoffen verwendet werden. Als ich die Zusammenhänge damals begriffen habe, stürzte ich mich gedanklich sofort auf die Idee, die Katzen möglichst natürlich zu ernähren und hinterfragte alle Substanzen, die wir sonst noch so auf unsere Katzen befördern, wenn wir uns an konventionelle Richtlinien halten, so wie ich das früher getan habe. Die ganze Idee wuchs, und heute bin ich hauptberuflich die beste BARF Beraterin, die ich sein kann.

Kann BARF bei Krebs helfen?

 

Das ist eine gute Frage. 

Im Zusammenhang mit Krebs wird ja immer gerne gedacht, wir benötigen etwas, mit dem wir den Krebs bekämpfen können, wie einen Feind. Das kann unser Futter natürlich nicht direkt. Aber es gibt Futterzusätze, wie zum Beispiel Broccoli, die krebshemmende Eigenschaften haben. 

Hier würde ich beim BARF aber nicht den Hauptfokus legen. Ich denke, wir können das Tier an sich schon mal mit dem Futter bestmöglich unterstützen, sich selber zu helfen und stabil zu halten. Wir können die Katze hier mit rohem, möglichst gut angepasstem Futter und bestimmten Zusätzen optimal unterstützen. Hier würde ich immer das Gesamtpaket an Unterstützung sehen. Und auch für die jeweilige Katze so einstellen. Je nachdem, was sie sonst noch so hat und wie es ihr insgesamt geht. Es gilt im Grunde für alle Krankheiten, aber gerade bei Krebs gibt es aus meiner Sicht nicht die eine oder zwei Maßnahmen, die uns alle Probleme löst und den Krebs „weg macht“.

Kann BARF Krebs verhindern?

Ich denke, wichtig wäre hier zu beachten, dass BARF mehr hilfreich ist, Krebserkrankungen zu vermeiden, als sie zu heilen. Viele Zusatzstoffe in den Futtermitteln sind krebsfördernd. Im Einzelnen gehe ich darauf in meinem BARF Kurs ein. Ein Beispiel ist das synthetisch hergestellte Vitamin E. Es gab Studien, die zeigten, dass dieses bei Menschen Prostatakrebs fördert. Vor einigen Jahren habe ich noch darüber gelesen. Jetzt findet man diese Veröffentlichungen nicht mehr. 

Auch gibt es Zusatzstoffe in Trockenfutter, die nachweislich Krebs fördern. Deswegen werden sie im Lebensmittelbereich bei Menschen nicht mehr eingesetzt. Bei Tieren schon. Das sind zum Beispiel BHA, BHT, Vitamin E oder Vitamin C. Das sind Konservierungsstoffe, die sich meist in der Deklarierung hinter dem Begriff EWG Zusatzstoffe verbergen.

YouTube Video „Spezial BARF bei Krebs“

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Barf bei Krebserkrankung

 

 

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Barf bei Hauterkrankung der Katze – Allergie

Jedes Hautproblem ist für den Körper eine Möglichkeit zu entgiften. Es zeigt uns, dass die Haut nicht gesund ist, aber auch, dass im gesamten Organismus etwas nicht stimmt. Über die Haut können mittels Sekrete und Hautschuppen, Giftstoffe aus dem Körper entfernt werden. Deswegen ist es in der Regel auch nicht hilfreich, wenn wir nur die Haut behandeln.

Was hat eine Hauterkrankung mit Futter zu tun?

Es hat immer alles mit allem zu tun. Das Futter alleine ist nicht immer der Auslöser für jedes Problem und nicht jedes Problem kannst Du komplett lösen, indem Du anders fütterst. Gesundheit sehr komplex und aus meiner Sicht ist eine natürliche ausgewogene Ernährung die wichtigste Basis, damit natürliche Gesundheit überhaupt möglich ist. Deswegen möchte ich mich in diesem Artikel einmal nur auf den Zusammenhang zwischen Futter und Hauterkrankungen fokussieren und das drumherum ausblenden. Einfach, um die Frage zu beantworten:

Kann ich mit BARF meiner Katze bei ihrer Hauterkrankung helfen?

Denn das sind die Fragen, die ihr mir, als BARF Beraterin stellt. Und in diesem Artikel möchte ich eben genau diese Frage beantworten.

Bei Allergie und Problemen mit der Haut geht es um zwei Dinge, wenn wir sie verbessern wollen. Wir müssen die Zufuhr von schädlichen chemischen Substanzen in Katzenfutter reduzieren und ihnen ein hochwertiges, rohes, nährstoffreiches Futter anbieten, so dass die Haut heilen kann. Klingt einfach. Ist es im Grunde auch.

Mit unserem BARF liefern wir natürliche Vitamine und Fettsäuren, die in Fertigfutter durch die Erhitzung nicht enthalten sein können. Das gesamte Paket an Nährstoffen ermöglicht die Heilung. Ein wichtiges Beispiel sind die Omega-3 Fettsäuren. Die fehlen im Fertigfutter immer und wir geben sie in sehr hochwertiger Form. Sie sind notwendig, damit Entzündungen abheilen können.

Erfahrungsgemäß können wir mit BARF gut helfen

Wenn ich von BARF schreibe, meine ich natürlich die Rohfutter Ernährung, die ich mit euch praktiziere. Nicht irgendeine BARF Ernährung. Es kommt schon auf die Zusammensetzung an und ich kann nur über meine sprechen, die ich für die Katzen nutze.

Meiner Erfahrung nach gibt es immer deutliche Verbesserungen, wenn wir die Katzen von Industriefutter auf natürliches, rohes Futter umstellen. Wie stark die Verbesserungen sind hängt dann noch von anderen Faktoren außen herum ab, die wir hier jetzt mal nicht betrachten. Wir fokussieren hier auf das Futter. 

Hier habe ich tatsächlich schon erlebt, dass sich gezeigt hat, dass jedes industriell hergestellte Leckerchen Probleme bereiten kann. Auch wenn auf der Verpackung steht, dass alles total natürlich ist. 

YouTube Video „Spezial BARF bei Hauterkrankungen“

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BARF bei Hauterkrankung

 

 

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BARF bei CNI – Nierenerkrankungen der Katze

Nierenerkrankungen bei Katzen gibt es in unterschiedlichen Schweregraden. Man muss nicht immer gleich von einer CNI sprechen, wenn die Nierenwerte der Katze im Blutbild schlecht sind. Ich werde Dir hier in diesem Artikel ganz unten noch ein Video verlinken, in dem ich mehr über Nierenerkrankungen bei Katzen erklärt habe. Es ist schon etwas älter, aber immer noch absolut richtig. Jetzt hier in diesem Artikel soll es für die Übersichtlichkeit nur um den Zusammenhang zwischen Nierenerkrankungen bei Katzen und dem Futter gehen. Auch zu diesem Inhalt findest Du ein Video weiter unten im Artikel. Da kannst Du jetzt selber schauen, ob Du lieber liest oder hörst. Der Inhalt ist der Gleiche.

Spezial BARF bei Nierenerkrankungen

Ich will Dir die Zusammenhänge zwischen dem Futter und der Nierenerkrankung zeigen. Weil ich Dir sagen möchte, dass Du ganz wunderbar ein Nierendiätfutter für Deine Katze selber herstellen kannst, mit dem Du sie bei ihrer Erkrankung unterstützen kannst. Es bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass Nierenerkrankungen ausschließlich durch das falsche Futter entstehen und auch nicht, dass das richtige Futter sie immer heilt oder verhindert. In vielen Fällen ist das Eingreifen von Tierarzt oder Tierheilpraktiker notwendig.

Du kannst folgendes tun:

Nierenproblematiken werden unter anderem durch Flüssigkeitsmangel und minderwertige Futterbestandteile provoziert. Wenn ich viel Futter benötige, dass wenig Nährstoffe liefert, wie es bei Industriefutter der Fall ist, belaste ich alle Organe in einem gewissen Maße. 

Flüssigkeit zufügen

Durch die Fütterung von Trockenfutter kommt insgesamt sehr wenig Flüssigkeit in den Organismus der Katze und das wirkt sich negativ auf die Harnwege und damit auch die Nieren aus. Wenn ich jetzt ein BARF herstelle, dass der Katze genug Flüssigkeit zuführt, habe ich die Nieren und den ganzen Organismus dadurch schon stark unterstützt. 

Verdaulichkeit erhöhen

Dadurch, dass hochwertige (hochverdauliche) Proteine und natürliche Nährstoffe gefüttert werden, benötigt eine Katze mit artgerechtem Rohfutter nur noch ca. die halbe Futtermenge wie bei der Fütterung von Dosenfutter. Das heißt, ich entlaste den Organismus und damit die Nieren, weil einfach weniger Arbeit geleistet und weniger entgiftet und entsorgt werden muss. Die Energie des Organismus ist dann für Regenerations- und Heilungsprozesse verfügbar.

Phosphat- und Proteinreduzierung bei CNI

Die Tiermedizin empfiehlt bei Nierenerkrankungen phosphorreduzierte und proteinreduzierte Fütterung. Beides ist richtig, wenn ich weiterhin auf der Basis von Industriefutter denke. Wenn ich auf BARF wechsle, sind diese Maßnahmen nicht falsch, aber aus einem ganz anderen Blickwinkel zu sehen. 

Phosphat

Phosphatüberschuss im Blut entsteht bei fortgeschrittenen Nierenerkrankungen. Es wird dann Phosphor im Futter reduziert um ein vernünftiges Ca:P Verhältnis im Körper aufrecht zu erhalten. Wenn wir von Industriefutter auf frisches, rohes, nährstoffreicheres Futter wechseln, verbessern wir die Gesamtsituation im Organismus. Wir geben Kalzium und Phosphor aus natürlichen Quellen, die vom Körper viel besser verarbeitet und natürlich genutzt werden können. Fertigfutter hat in der Regel sehr hohe Phosphatgehalte aus nicht natürlichen Quellen. Die Nährstoffe sind synthetisch und werden im Körper ganz anders verwertet. Im Grunde weiß man gar nicht wirklich wie genau, deswegen geht man recht hoch mit der Dosierung. Wenn wir mit unserem BARF bei leichteren Erkrankungen zeitig reagieren ist eine Phosphorreduzierung  in fast allen Fällen gar nicht notwendig und wäre eher kontraproduktiv

Sollte die Katze schwerer erkrankt sein, weil wir sie zum Beispiel dann erst bekommen haben, dann können wir unser BARF phosphorreduziert herstellen und selber das Ca:P Verhältnis steuern. Hier ist es natürlich dann sogar sehr hilfreich, wenn wir ein Blutergebnis haben, dass uns zeigt, ob und wie stark der Phosphatwert im Blut erhöht ist.

Proteine

Die Proteinreduzierung hat ebenfalls auf der gedanklichen Basis von Fertigfutter ihren Sinn. Es werden schwer verdauliche Bestandteile in Katzenfutter verarbeitet. Die Proteine haben keine gute Wertigkeit. Ein Futter kann zum Beispiel eine große Menge Hühnerfedern enthalten, die für die Katzen entsprechend „zubereitet“ werden, so dass sie sie essen können und wir das „Gefühl“ haben, wir füttern was Gutes. In Wirklichkeit geben wir aber schlecht verdauliche belastende Proteine. Und auf dieser Basis ist es tatsächlich so, dass pflanzliche Proteine zum Teil leichter verdaulich sind, als die tierischen. Bzw. dass die Proteinreduzierung an sich sinnvoll ist. Geben wir nun aber hochwertige Proteine in Form von echtem Fleisch und Innereien in unser Futter, belasten diese Proteine nicht mehr, sondern ERNÄHREN unsere Katze. 

Fett

Genauso ist es übrigens mit dem Fett. Wenn ich pflanzliches, altes Frittenfett im Katzenfutter verarbeite, belastet es den Organismus. Auch wenn ich es chemisch so verändere, dass man weder sieht noch riecht, dass es ranzig ist.

Wenn ich statt dessen barfe und rohe, frische Hühnerhaut als Fettzusatz für unsere Katze gebe, bekommt die Katze damit wertvolle Bestandteile um ihren Körper zu nähren und zu heilen. Wenn es dann noch ein Huhn aus guter Haltung war ist es perfekt.

CNI Katzen neigen dazu Körperfett und Muskelmasse zu verlieren. Wenn ich ihnen fetthaltiges, frisches Futter gebe, haben sie die Möglichkeit wieder an Muskelmasse zuzulegen. Das geschieht auch. Würde ich Proteine reduzieren, wäre das nicht der Fall.

YouTube Video „Spezial BARF bei CNI – Nierenerkrankungen“

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BARF bei Nierenerkrankung

YouTube Video über CNI – Allgemein über die Erkrankung

Link zum Video „CNI-Niereninsuffizienz bei Katzen“

 

 

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BARF bei Blasenentzündung und Blasensteinen

Oft merken wir es daran, dass unsere Katze irgendwo Pipi gemacht hat, wo sie das eigentlich nicht tun sollte. Dies kann ein ziemlich deutliches Zeichen dafür sein, dass sie Schmerzen hat. Wenn Dir da irgendwas komisch vorkommt, wäre es schon wichtig zu schauen, ob Deine Katze ein Blasenentzündung haben sollte. So etwas ist sehr schmerzhaft, habe ich bereits von Menschen gehört, die das hatten und bedarf dann auch einer Behandlung, damit die Katze nicht unnötig leiden muss. Außerdem ist es dann auch wichtig zu schauen, ob evtl. Blasensteine mit im Spiel sind.

BARF für Katzen mit Blasenentzündung oder Blasensteinen

Ich konzentriere mich hier im Artikel speziell auf den Zusammenhang zwischen dem Futter und der Verbesserung von Krankheiten, da ich ganz oft nach genau diesem Punkt gefragt werde: „Was kann ich mit Hilfe des Futters für meine kranke Katze tun?“  Das heißt im Umkehrschluss NICHT, dass alle Krankheiten ihre Ursache im falschen Futter haben. Aber es heißt, dass wir mit dem richtigen Futter positive Dinge erreichen können. Und hier  zeige ich Dir genau diese Zusammenhänge. 

Das heißt auch nicht, dass Du mit dem Futter alleine alle Krankheiten heilen kannst. Manchmal ist auch der Gang zu TA oder THP wichtig. 

Wenn ich von BARF spreche, dann meine ich nicht etwas dass Du im Geschäft kaufen kannst auf dem BARF steht. Ich meine das selbstgemachte Futter, welches ich speziell für Deine eigene Katze empfehle. Es ist dann genau auf die Erkrankung angepasst und ernährt die Katze vollwertig. 

Was kannst Du mit BARF für Deine Katze mit Blasenentzündung tun?

Flüssigkeitshaushalt natürlich optimieren

Die meisten Harnwegsprobleme entstehen aus meiner Sicht durch die Fütterung von Trockenfutter. Denn wenn nicht genug Flüssigkeit durch die Harnwege gespült werden, entstehen dort Probleme. Die erste Verbesserung, die Du mit einem selbstgemachtem, frischem Futter erreichen kannst ist, dass Du mit jeder Mahlzeit die ausreichende Menge Flüssigkeit in Deinem Katzenfutter hast. Der Begriff „ausreichend“ orientiert sich dabei bei mir an der Natur. Man richtet sich nach dem Wassergehalt einer Maus. Also der natürlichen Beute der Katze. 

Mineralien natürlich angepasst dosieren

Ich bin mir auch sicher, dass die Bildung von Harnsteinen durch die hohen Mengen an künstlichen Mineralstoffen in den Fertigfuttermitteln begünstigt wird. Mineralstoffe in Fertigfutter sind synthetisch hergestellt. Man weiß nicht genau, wie gut der Körper sie verwerten kann, deswegen wird die Dosierung der Stoffe eher hoch angesetzt, so dass die Tiere nicht in einen Mangel kommen können.

Hohe Dosierungen von Calcium und Magnesium in künstlicher Form begünstigen die Bildung bestimmter Harnsteine, Kristalle. 

Wenn wir nun mit unserem BARF kommen, geben wir natürliche Mineralien in Form von Knochen und oder Eierschale. Der Körper hat hier die Möglichkeit, alles Natürliche zu erkennen und so zu verarbeiten, dass es dort verarbeitet wird, wo es nötig ist und auch wieder ausgeschieden werden kann, wo es ein Zuviel gibt.

Urin natürlich ansäuern

Wir haben die Möglichkeit auch im Akutfall einer Blasenentzündung mit zu hohem PH Wert im Urin symptomatisch einzugreifen und den PH Wert auf natürlichem Wege zu senken. Mit Hilfe von pflanzlichen Supplementen, die man selber zu Hause gut dosieren kann, stellt man in der jeweiligen Situation den richtigen PH Wert im Urin ein. Das hat gegenüber synthetischen Mitteln den Vorteil, dass die Änderungen sanfter eintreten und nicht versehentlich ins Gegenteilige Problem umschlagen, weil man über das Ziel hinaus schießt.

Und ganz allgemein unterstützt Du natürlich die gesamte Gesundheit

Unser Ziel ist immer das Gleiche: Unsere Katzen möglichst gesund bekommen. (Nein, nicht gegen die Krankheit kämpfen. ;-))  Für eine gute Gesundheit hilft uns das ausgewogene, vollwertige rohe Futter immer die Situation zu verbessern. Als Beispiel tragen die hochwertigen Omega 3 Fettsäuren in Lachs und Lachsöl dazu bei, dass Entzündungen im Körper ordentlich reguliert werden können. Aber es ist noch viel mehr. Stoffe im natürlichen Verbund, die er Körper erkennen und optimal verwerten kann. 

YouTube Video „BARF bei Blasenentzündung oder Blasensteinen“

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BARF bei Harnwegserkrankung

 

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Bauchspeicheldrüsenerkrankung bei Katzen – Wie füttern?

Bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen der Katze, sowie bei jeder anderen Erkrankung ist es immer hilfreich, wenn ich ihr ein für sie angepasstes Futter selber mache. Dabei gibt es zwei Aspekte zu sehen. Zum einen erstelle ich ihr ein Grundfutter, dass sie insgesamt möglichst optimal mit Nährstoffen versorgt. So hat sie die Möglichkeit in ihre beste Gesundheit zu kommen in dem die Selbstheilungskräfte ungehindert genutzt werden können. Der zweite Aspekt ist, dass gewisse Körperfunktionen bei Erkrankungen nur eingeschränkt vorhanden sind. Dieses können wir bei der Futterherstellung berücksichtigen und auf die Schwächen eingehen um den Körper zu entlasten. Das ist im Grunde dass, was jedes Tierarzt-Spezialfutter auch zum Zweck hat. Es wird auf die Schwachstellen des Körpers eingestellt, ist aber leider niemals qualitativ gut, in Bezug auf die Grundversorgung des Tieres.

Die Bauchspeicheldrüse ist nicht allein

Manchmal wird beim Tierarzt festgestellt, das mit der Bauchspeicheldrüse etwas nicht stimmt. Es gibt verschiedene Erkrankungen. Sie kann akut entzündet sein oder Funktionsstörungen aufweisen. Ich werde hier jetzt nicht weiter in die Tiefe gehen, da ich davon ausgehe, dass Du über die Problematik allgemein schon gut informiert bist, wenn Du hier auf meiner Seite angekommen bist.

Was oft übersehen wird aus meiner Sicht ist, dass die Katze bei einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung natürlich nicht nur dieses eine Problem hat. Bei solch einer Krankheit ist immer der ganze Organismus betroffen und das Symptom zeigt sich dann zuerst an der schwächsten oder einer gut sichtbaren Stelle. Manchmal einfach dort, wo wir jetzt gerade genau hin geschaut haben. Deswegen ist das Thema Bauchspeicheldrüsenerkrankung auch sehr nah verwandt mit dem Thema Darmentzündung. Auch dazu habe ich einen Artikel geschrieben, den ich Dir gerne am Ende von diesem einmal verlinke.

Keine Angst vor der Diagnose

Oft erschrecken wir, wenn wir eine derartige Diagnose bekommen, aber mach Dir keinen Stress. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Katzenleben auch mit gestörter Bauchspeicheldrüsenfunktion sehr schön sein kann. Man muss halt ein Auge auf die Verdauung haben und wissen, was in welcher Situation zu tun ist oder auch nicht zu tun ist. Die Erkrankung kommt meist in Schüben daher. Und auf diese können wir zum Beispiel mit einer Futteranpassung reagieren um die Katze optimal zu unterstützen und zu begleiten.

Futter bei Bauchspeicheldrüsenerkrankung

Natürlich gibt es noch viele andere schulmedizinische oder naturheilkundliche Dinge, die ich für die Katze tun kann, oder in Akutsituationen auch tun muss. Ich möchte mich aber hier in diesem Text einmal nur auf das Futter konzentrieren, um Dir da etwas mehr Klarheit zu verschaffen. Falls Du konkrete Fragen hast, kannst Du sie auch gerne hier unter dem Artikel in die Kommentare schreiben. Ich werde sie dann auch beantworten.

Das hier folgende ist keine Anleitung zur Selbsttherapie der Katze und auch nicht ausreichend als Behandlung in Akutfällen. Es ersetzt keinen Tierarzt und soll Dir dabei helfen zu verstehen, wie und warum wir unsere Katzen mit gut angepasstem Rohfutter optimal unterstützen können. Und was der Unterschied zur Industrienahrung ist.

Bei einer akuten Entzündung ist es tatsächlich das Beste, wenn Deine Katze je nach Situation 1-2 Tage gar kein Futter bekommt. Denn so kann die Entzündung am besten abklingen. Das hat jetzt aber nichts mit der Art des Futters zu tun, sondern gilt allgemein.

Wenn Deine Katze eine Bauchspeicheldrüsenproblematik hat, egal welche genau, kannst Du ihr mit rohem Futter Entlastung geben. Das Rohfutter bringt bereits die Enzyme mit, die für die Verdauung benötigt werden. Das heißt, wir entlasten die Bauchspeicheldrüse, da hier weniger Enzyme produziert werden müssen. Enzyme sind Stoffe, die dabei helfen, die Verdauungsvorgänge zu regulieren. Unsere Nahrung bringt diese in natürlicher Form bereits mit. In Fertigfuttermitteln sind diese durch die Erhitzung zerstört worden.

Dadurch, dass unser BARF hochverdaulich ist, und keine minderwertigen Füllstoffe enthalten sind, benötigen unsere Katzen nur ca. die Hälfte an Futter, wie sie von Fertigfutter benötigen würden. Und bekommt viel mehr natürliche Nährstoffe. Auch das entlastet alle Organe inkl. Bauchspeicheldrüse.

Oft gibt es bei Bauchspeicheldrüsenproblemen eine gestörte Fettverdauung. Hier haben wir mit unserem BARF die Möglichkeit ganz individuell auf die jeweilige Situation zu reagieren. Hier mache ich es zum Beispiel gerne so, dass die Katzen ein Grundfutter mit 1-2% Fettgehalt bekommen und wir dann das Fett so zugeben, wie es gut vertragen wird.

So haben wir die Möglichkeit genug Fett zuzugeben, wenn es verdaut werden kann. Denn die Fettzufuhr ist auf Dauer wichtig, wenn unsere Katze gesund werden soll. Auch das Fett liefert und transportiert wichtige Nährstoffe.

 

YouTube Video „Bauchspeicheldrüsenerkrankung bei Katzen und BARF“

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BARF bei Bauschpeicheldrüsenerkrankung

Weitere Infos zu Verdauungsproblemen – IBD

Link zu Blogartikel: „IBD – Barfen bei Darmentzündung“

 

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