Angela Genovese / BARF Profi für Katzen
Im Alter von 42 Jahren merkte ich, dass ich gerne mein Leben komplett verändern würde. Nicht mich selbst, aber das was ich tat. Es passte an so vielen Stellen nicht mehr so richtig zu mir. Oder ich passte nicht mehr so richtig in mein Lebensumfeld. Also begann ich und schrieb eine Liste. Mit Dingen, die ich von Herzen gerne tue und liebe. Wegen der Sache selbst und unabhängig davon, was andere damit zu tun haben. Ganz oben an erster Stelle stand:
„Meine Tiere füttern!“
Damals barfte ich die Katzen ja schon und hatte dieses Gefühl von gesunden Katzenmenüs, die ich vorbereitete und zu den Mahlzeiten servierte.
Heute bin ich 52 und Du hast ja hier schon eine Idee bekommen, was da um mich herum in den letzten 10 Jahren gewachsen ist. Wenn Du magst, erzähle ich Dir hier im folgenden mehr über mich, meine Katzen, mein BARF für die Katzen, und meine Arbeit für Dich.
Mein Beruf
Früher in meinem „normalen Leben“ war ich Dipl.-Ing. Maschinenbau und arbeitete Vollzeit in Industriebetrieben. Das tat ich bis ich ca. 44 Jahre alt war. Das war eine gute Sache, aber mein Herz und meine Liebe waren immer bei meinen Tieren. Den Katzen und den Pferden. Ich hatte schon insgeheim irgendwie den Wunsch auch Tagsüber mehr Zeit zu Hause mit den Tieren zu verbringen. Freier und flexibler zu sein.
Der Ruf in mir wurde immer lauter
Und ich begann einfach mal zu träumen, wie ich meine Tage denn gerne verbringen würde. Natürlich auch auf der Arbeit. Ich beschloss mich selbständig zu machen, und etwas in die Welt zu bringen, was mir selbst in meinem Leben einen großen Mehrwert gebracht hat. Was in meinem Leben eine große Bedeutung hat. Und das war das BARF der Katzen. Das machte ich zu diesem Zeitpunkt ja bei meinen eigenen Katzen schon einige Jahre und ich kannte den Unterschied, den es in mein Leben und in das meiner Katzen gebracht hat. Sie waren soooooo viel stärker, schöne und gesünder als meine Katzen früher. Und ich mit der ganzen Katzenfütterung und Gesundheit so viel zufriedener. Es war keine Zauberei. Nix Besonderes. Einfach nur BARF statt Industriefutter. Aber das Ergebnis war dann schon besonders. Also wollte ich das in die Welt hinaustragen.
Ich kündigte in meiner Firma und wurde BARF Beraterin
In meinem alten Leben stieß ich damit überwiegend auf Unverständnis und so ganz leicht war es auch nicht. Aber ich begann Menschen dabei zu helfen, ihre Katzen roh und vollwertig zu füttern. Zuerst jedem einzeln und ganz individuell. Dann wurden es mehr. Mein BARF Rechner entstand. Und ich nahm meinen ersten BARF Videokurs auf. Den gab es dann ab 2017. Ich half den Menschen und begleitete jeden Menschen mit seinen Katzen, der das wollte persönlich.
Und dann kam der große Gesundheitskurs
Je tiefer wir dann in jede einzelne Gesundheitsgeschichten der Katzen eingestiegen sind, desto mehr kamen Fragen auf. Was können wir sonst noch tun, um unsere Katzen ganz natürlich in ihre möglichst beste Gesundheit zu bringen. Ich lernte unglaublich viel dazu und erstellte weitere Videokurse rund um die Katzengesundheit. Der Kurs hieß „Kompass für ganzheitlich gesunden Katzen und entstand in den Jahren 2019 und 2020. Und wieder lernten wir. Inzwischen machte ich dann auch nochmal eine BARF Berater Ausbildung und eine Heilkräuterausbildung zusätzlich zu vielem anderen. Wir lernten noch mehr dazu, und mein Kundenkreis wuchs. Dieser Kurs wurde jetzt im Jahr 2025 von mir beendet. Er wird noch bis Ende des Jahres laufen. Es ist jetzt ein Alter der Videos erreicht, in dem ich sie so nicht mehr verwenden möchte.
Ein neuer BARF Kurs entstand
2023 war ich an einem Punkt, an dem ich merkte, dass ich gerne meinen BARF Kurs neu aufnehmen und komplett überarbeiten möchte. Denn ich wollte mein neu gelerntes Wissen und meine Erfahrungen mit einbringen. Das alte Wissen mit dem alten Kurs war gut und richtig. Aber nicht mehr aktuell. Und dann ging es los. Ich machte Anfang des Jahres 2023 alles neu. Ein, aus meiner Sicht, perfekter BARF Kurs ist entstanden.
Wird es einen neuen großen Gesundheitskurs geben?
Frage ich mich permanent und auch meine Kunden. Ich denke nicht in der Form wie jetzt. Bin mir aber noch nicht zu 100% sicher. Denn in meinem Leben ist es oft so, dass ich alte Dinge erst beenden muss, um klar zu sehen, wie ich weiter machen möchte. Als ich damals meinen Ingenieursjob gekündigt habe, hatte ich mit meiner Selbständigkeit noch gar kein Einkommen. Kein gewöhnlicher Weg und auch nicht der Einfachste, aber ich mache das irgendwie gerne so. Das alte muss irgendwie manchmal weg! Auch wenn es eigentlich gar nicht so schlecht war. Da fällt mir der Spruch ein: „Man soll immer aufhören, wenn es am Schönsten ist.“ Früher habe ich Pferde trainiert, da habe ich das auch immer so gemacht. Na und nun halt auch.
Wir werden sehen. Das Wissen ist ja in mir drin und ganz Vieles bereits im neuen BARF Kurs integriert. Das aus meiner Sicht Wichtigste ist drin. Und dann gibt es auch so Themen, mit denen ich mich selbst gar nicht mehr beschäftigen möchte. Zum Beispiel das Impfen. Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich darüber nachdenken wollte, was es uns bringt und was nicht. Und jetzt will ich das irgendwie nicht mehr. Wenn ich den Impfkurs überarbeiten wollen würde, der ja von 2019 ist, müsste ich mich mit den aktuellen Impfstoffen in der Tiefe befassen und das will ich nicht. Ich möchte mich mit dem Thema gerade in der Öffentlichkeit nicht mehr befassen. Ich will mich nicht positionieren und rechtfertigen müssen. Es ist für mich einfach kein Thema mehr. Das nur als Beispiel.
Aber BARF ist nach wie vor ein Riesen Thema bei mir. Ich liebe es! Ich liebe es, dass für meine Katzen machen zu können. Und ich freue mich so, ihnen dabei zuzusehen, wie es ihnen geht.
Ich möchte aber nicht, dass Menschen versuchen, mich dazu zu verpflichten, dass ich mit dem BARF ihre Krankheiten bei den Katzen heilen kann. Leider passiert das immer wieder, dass die Menschen mich wie den Tierarzt als Dienstleister ansehen, der die Krankheiten und Symptome beseitigen soll. Das kann ich nicht. Und ich möchte auch nicht in diese Verantwortung gezogen werden. Ich erkläre es, aber nicht jeder hört zu. Oder sie sind dann sauer auf mich.
Und ich möchte gerne saubere Arbeit abliefern. Also mache ich jetzt erstmal genau eine Sache. Die die ich immer machen wollte. Ich zeige euch, wie man eine Katze super BARFen kann. Gebe euch meinen BARF Rechner und helfe bei der Umstellung und bei Krankheiten den richtigen Weg mit dem Futter zu finden. Das ist das Symptom, dass ich beseitigen kann: Die Fütterung von Fertigfutter verbunden mit den üblichen Unzufriedenheiten. Die Katzen essen es nicht und sind irgendwie nicht richtig fit. Ich kann das ändern und euch zeigen, wie man selbst frisches vollwertiges Katzenfutter macht.
Oft grübelte ich an meiner Berufsbezeichnung herum: Ich bin und bleibe die beste BARF Beraterin für Katzen, die ich sein kann. Manche sagen auch, ich wäre schon die beste. Ich glaube das irgendwie auch, bin aber etwas bescheiden, was das angeht, es so auszusprechen. Und ich habe auch keine Konkurrenzgedanken dabei. Ich denke, es dient tatsächlich nur der Beschreibung.
Da sind wir gleich beim nächsten Thema
Meine Katzen
Jede Katze brachte eine neue Aufgabe mit in mein Leben
In meiner Kindheit spielten Katzen gar nicht so eine große Rolle. Ich war meist bei den Pferden und hatte damit genug zu tun.
Als Jugendliche begann ich dann mich ab und an um Katzen zu kümmern, die mir auf meinen diversen Pferdehöfen so über den Weg liefen und oft krank waren, sich vermehrten und ihr Nachwuchs getötet wurde. Ich versuchte immer zu helfen. Zu kastrieren und die kleinen aufzupäppeln. Das ging über viele Jahre und hat auch irgendwie funktioniert. War aber für mich immer sehr unbefriedigend. In dieser Zeit war ich oft mit eingesammelten Katzen beim TA und mit verschiedenen Tierschützern und Tierheimen in Kontakt um die Tiere entsprechend unterzubringen.
Dann kam Nika
Meine erste eigene Katze bei mir zu Hause hatte ich mit über 30 Jahren. Ich war ja immer in Vollzeit berufstätig und hatte dann noch die Pferde. Da habe ich nie darüber nachgedacht, mir eine eigene Katze zuzulegen. Und dann kam Nika. Sie war etwas über ein Jahr alt, wurde als Kitten verletzt aufgenommen und aufgepäppelt. Dann wechselte sie zweimal den Besitzer, weil sie keiner haben wollte und dann sollte sie ins Tierheim. Ich bekam das mit und dachte mir, ich nehme sie einfach. Denn wenn sie mit ihren Einschränkungen erst im Tierheim ist, wird sie wohl niemand mehr da wieder rausholen. Sie hatte ein verkürztes Hinterbein, da ein Bruch nicht gut zusammengewachsen war und war ansonsten irgendwie keine freundliche Katze. Wenn man sie in der Wohnung einsperrte, pinkelte sie in den Flur und machte auch sonst, dass, was sie so für richtig hielt. Also ich liebte sie schon. Aber glücklich waren wir nie so richtig miteinander. Sie war irgendwie nie richtig gesund. Irgendwas war immer. Ich war oft beim Tierarzt. Wir taten viel, aber nichts war wirklich gut. Sogar ein Hinterbein amputierte man ihr. Denn sie hatte immer Schmerzen. Es ging ihr nicht gut. Und Schmerzmittel bei Katzen kann man ja auch nur begrenzt einsetzen.
Ich pflegte und behandelte sie konventionell mit Parasitenmitteln und Impfungen. Und sie starb dann mit 9 Jahren an Krebs. Den wir natürlich zuvor auch noch haben operieren lassen. Ich machte mit ihr alles richtig, und hatte immer das Gefühl, es ist alles irgendwie falsch.
Es fällt mir auch nicht leicht, dieses hier zu schreiben und trotzdem habe ich das Gefühl, es sei wichtig, dass ich es tue. Denn das alles hat doch einen sehr starken Einfluss auf mein heutiges Leben und Arbeiten mit den Katzen gehabt. Und damit auch auf das, was Du von mir bekommen kannst.
Nachdem Nika gestorben war, ich hatte sie einschläfern lassen, was auch mit Komplikationen verlief, begann für mich eine Zeit, in der ich sehr intensiv recherchiert und nachgedacht habe. Denn ich hatte das ganz starke Gefühl, dass das doch so alles nicht sein kann.
Warum bekommen wir und die Tiere eigentlich Krebs?
Direkt am ersten Tag bekam ich heraus, dass das Fibrosarkom, der Krebs den wir operiert haben, ein Impftumor gewesen sein muss. Denn er war an der Impfstelle und zeigte sich genauso, wie man diesen Zusammenhang im Internet recherchieren konnte. Selbst im Beipackzettel des Impfstoffes gibt es deutliche Hinweise auf diese Zusammenhänge. Aber ich hatte bisher nie darin gelesen. Ich wusste nicht, was da alles in die Katzen gespritzt wird und auch nicht, dass so ein Impfsarkom immer nach der Operation wieder nachwächst. Meine Tierärzte werden es wohl gewusst haben, mir aber nichts gesagt. Ich habe dann auch nicht mehr nachgefragt. Sondern stellte mir die Frage: Warum bekommen wir eigentlich Krebs? Lange recherchierte und überlegte ich an dieser Frage herum. Ich wollte nicht das oberflächliche: „Das ist halt so.“ Sondern für mich greifbare und begreifbare Begründungen. Da kam ich neben anderen Dingen auf eine ganz wichtige Sache, über die ich mir bis dahin auch noch nie viele Gedanken gemacht hatte. Die chemischen Futterzusätze im Fertigfutter. Viele von ihnen stehen im Verdacht, Krebs zu fördern. Von manchen weiß man es auch aus Studien. Das sind zum einen die künstlichen Vitamine und Mineralstoffe und zum anderen die Konservierungsstoffe. Und dann kam die Erkenntnis, dass es bei unserem Essen ja ähnlich ist. Hier aber auch noch giftige „Pflanzenschutzmittel“ eine große Rolle spielen.
Vor Schreck stellte ich erstmal meine eigene Ernährung um
Es kam eine Zeit, in der ich meine eigene Ernährung ganz stark unter die Lupe nahm und ganz viele Dinge veränderte. Es war ein Prozess, der durchaus einige Monate andauerte. Und ich wunderte mich auch tatsächlich, wie anders sich das alles anfühlte. So viel klarer, leichter und besser. Manche um mich herum machten sich Sorgen, ich könnte krank sein, weil ich an Gewicht verlor. Das war schon etwas seltsam für mich. Ich erzählte, was ich tue, aber so richtig wollte man das nicht hören. Man machte sich dann eher lustig über mich. Es war aber in einem Rahmen, in dem auch ich darüber lachen konnte. Also frühstückte ich auf der Arbeit weiterhin meinen Wassermelonensmoothie aus der Flasche, während die anderen ihre Wurstbrötchen aßen. Und man machte sich über das lustig, was da in meiner Flasche war. Eine Kollegin meinte, es sähe aus, wie ihr Duschwasser. Sie selbst litt an diversen Nahrungsmittelintoleranzen und hatte oft Bauchschmerzen. Vielleicht hätte das „Duschwasser“ geholfen.
Naja, egal. Die Zeit verging. Und ich hatte irgendwann die Idee, ich hätte vielleicht gerne zwei Katzen bei mir zu Hause. Welche aus dem Tierheim, die einen Platz suchen. Das war 2011. Also nahm ich das Katzenfütterungsthema wieder auf.
Ich wollte Katzen haben. Aber dieses Mal anders, und roh und vollwertig gefüttert.
Dieses Mal sollte das anders laufen, als bei Nika. Ich stellte ALLES in Frage, was man konventionell so mit Katzen machen soll und machte es anders. Jetzt so, wie ICH das für richtig hielt. Und ich lernte, wie man Katzenfutter vollwertig und roh selber macht. Auch das war schon in der Theorie ein sehr aufregender und langwieriger Prozess, da ja jeder was anderes erzählt, wie man es machen soll. Also musste ich zuerst einmal meinen eigenen Weg finden. Das das Futter roh sein sollte, war klar. Es sollte aber auch unbedingt natürliche Zusätze zur Nährstoffversorgung enthalten. Denn ich war mir sicher, dass ein Futter nur so ordentlich verwertbar ist. Leider war es zu dieser Zeit beim BARF üblich viele synthetische Stoffe zuzufüttern, die das Futter dann vollwertig machen sollten. Einzelsupplemente und auch Komplettsupplemente. Und das war ja genau das, worauf ich zukünftig unbedingt verzichten wollte und auch immer noch will. Das nächste Problem, auch heute noch, ist dass vieles als „natürlich“ deklariert ist, das ist es aber nicht. Wenn Du dann die Zutatenliste liest, siehst Du die Auflistung der synthetischen Zusatzstoffe.
Also begann ich zu rechnen und mir mein Futter aus den von mir ausgewählten Komponenten selbst vollwertig zusammen zu stellen. Dabei halfen mir: „Die Lektüre aller verfügbaren BARF Bücher.“ Der Text und Vergleich aller verfügbaren BARF Rechner. Glaube zu dem Zeitpunkt waren es zwei oder drei. Ich kam damit zurecht, sie halfen mir, aber es war dann irgendwie auch nur eine Krücke. Also rechnete ich weiter, recherchierte, sprach mit anderen Menschen die BARFen, wie sie es machen. Und programmierte dann irgendwann meinen eigenen BARF Rechner, als ich eine Vorstellung davon hatte, wie ich das gerne ausgerechnet und zusammengestellt hätte. Das Futtter.
Zwischendurch (2012) zogen die Katzen ein.
Minki & Mounty
Mit in diesem ganzen Prozess, der sich ja über Jahre hinweg weiterentwickelte, zogen meine Katzen ein. Minki und Mounty. Ein knappes halbes Jahr alt und suchten im Tierheim hockend ein zu Hause.
Das bekamen sie dann und wurden gebarft. Es waren scheue Katzen, die irgendwo vom Tierschutz eingefangen worden waren. Die ersten zwei Wochen bekam man sie kaum zu Gesicht. Sie lebten unter dem Sofa und in einem Regal. Aber dann tauten sie irgendwann auf und es war eine sehr schöne Zeit mit ihnen. Bis heute. Ich glaube, das fasst es am besten zusammen und bringt alles auf den Punkt. Ich habe unfassbar viel gelernt und es ist alles irgendwie stimmig. Keiner hatte irgendwelche schlimmen Krankheiten oder komische Probleme, wie ich es von früher her kannte.
Minki wurde im letzten halben Jahr etwas merkwürdig. Sie verhielt sich oft irgendwie seltsam und sie hörte irgendwie nicht mehr gut. Und dann starb sie vor einigen Wochen mit 13 Jahren. Ich habe nicht damit gerechnet, war etwas überrascht und traurig. Aber trotzdem hatte ich irgendwie das Gefühl, dass es irgendwie stimmig war. Da war kein Leiden. Keine Krankheit. Nur das Alter. Wobei ich aber eigentlich dachte, sie wird vielleicht so 20 Jahre alt. Deswegen kam das mit 13 etwas überraschend für mich. Mounty ist topfit. Und auch für ihn scheint das ganze irgendwie stimmig. Er macht weiter, wie vorher mit Minki. Auch da ist irgendwie kein Leiden oder so. Mounty hat sich im Gegensatz zu Minki auch immer sehr gut mit Flauschi vertragen. Minki war Flauschi immer etwas suspekt. Sie kamen klar, haben zusammen gegessen, nebeneinander gelegen und auch mal gestritten. Aber immer mit einer leichten Unsicherheit, hatte ich das Gefühl. Ich denke, Minki hat Flauschis Verhalten oft nicht verstanden. Denn die kann ja nicht richtig sehen und verhält sich deswegen oft für die anderen seltsam. Und Flauschi ist es auch vollkommen egal, wenn sie gerade durch die Wohnung trabt und es steht jemand im Weg. Dann läuft sie in den rein, bremst kurz und trabt dann lustig weiter. Mounty springt dann auch lustig weg oder hoch. Aber Minki hat sich da immer voll drüber aufgeregt. Lautstark. Und je weniger gut sie hörte, desto lauter wurde sie.
Und als sie vor einigen Wochen (01.05.2025) ging, war es so, als hätte sie ganz souverän dieses irdische Leben hier beendet. Ich kann es kaum beschreiben, will es auch nicht. Aber für mich schien es, als hätte sie zu jedem Zeitpunkt die volle Kontrolle gehabt, über das was mit ihrem Körper geschieht und was sie tut. Es war wie ein aktiver „Sterbeprozess“. Bisher hatte ich so etwas noch nicht erlebt, aber es hat mir eine unglaubliche Ruhe gegeben irgendwie.
Minki
Mounty
Flauschi
Und Flauschi kam ja auch noch
Flauschi habe ich im Sommer 2019 morgens auf eine Wiese getroffen. Nass und hungrig. Denn man hatte sie mit einigen anderen Katzen zusammen ausgesetzt und sie war dann eine Woche alleine unterwegs. Sie war und ist so gut wie blind und hatte eine so gut wie nicht funktionierende Verdauung. Durchfall in allen Farben und Formen. Erbrechen und apathische Phasen. Und damit wurde sie zu meinem größten Lehrmeister in Sachen Katzen gesund füttern und natürlicher Katzengesundheit. Das Interessante bei Flauschi war, dass ich mit ihr wie von früher gewohnt viel mit dem Tierarzt gemacht habe und auch ein Tierheipraktikerin dazu gebeten hatte. Und wieder stellte sich das Gefühl ein, was ich von früher kannte. Ich mache zwar alles richtig, aber irgendwie fühlte es sich falsch an. Und der Katze ging es auch eher schlechter, als besser. 2020 kam die Coronazeit und Flauschi ging es auch gar nicht gut. Und ich rief mal wieder beim TA an. Sie sagten mir, wegen dem Virus könnten sie keine normale Sprechstunde machen und ich sollte die Katze bringen und später wieder abholen. Die Idee half mir dann in meiner Situation gar nicht mehr weiter und ich suchte auch mit Flauschi nach anderen Wegen. Wir sind sie gegangen. Ich habe begonnen, von Flauschi zu lernen. Mit ihr gemeinsam ihr Futter zu optimieren. Ich arbeitete mich durch alle Verdauungsthemen mit den Katzen. Machte eine Fortbildung zum Thema Darmsanierung, eine Heilkräuterausbildung für Tiere, meine BARF Berater Ausbildung an der Paracelsus Schule und las einfach alles über den Darm, was ich in die Hände bekam. Bzw. auf den Bildschirm. Und es wurde alles irgendwie stabil mit der Zeit. Flauschi geht es insgesamt gut. Sie hatte immer mal wieder auffälligen Kot oder Tage, an denen sie mal nicht so gerne essen wollte. Aber alles in einem Rahmen ohne Leiden oder das Gefühl von Krankheit. Und ich traue mich kaum das zu schreiben, ich habe es auch vorher nicht gewusst oder geahnt. Aber seitdem Minki nicht mehr bei uns ist, ist Flauschi gesundheitlich nochmal aufgeblüht. Und sie hatte keinen Durchfall mehr. Das ist schon irgendwie, sagen wir, bemerkenswert. Heute, wo ich das hier schreibe ist Mitte Juni 2025. Minki ist vor 6 Wochen gegangen. Und einerseits fühlt es sich an, als sei sie hier bei uns und andererseits, als wäre sie schon ewig nicht mehr da. Ganz komisch. Vielleicht kennst Du das.