Die 3 wichtigen Grundpfeiler für wahre Katzengesundheit

Krankheiten sind doch ganz normal, oder?

Eigentlich sollte hier heute aus aktuellem Anlass ein Artikel über Katzenakne, bzw. Kinnakne bei Katzen erscheinen. Falls Du diesen Begriff noch nicht kennst. Tatsächlich ist es Akne, ähnlich wie bei Menschen auch, die Katzen am Kinn haben können. Hat man so ein Problem mit der Katze sucht man schnell nach einem geeigneten Heilmittel, um die Pickel zu beseitigen. So war auch ich ganz kurz in Versuchung, die Frage einer Klientin zu beantworten, die lautete: „Was kann ich tun?“. Wir wollen immer gerne schnell etwas tun, um Symptome an unseren Tieren zu beseitigen.

Und wie so oft, ist mir heute wieder klar geworden, dass es nicht darum geht die Akne zu bekämpfen, wenn unsere Katze solche Probleme hat. Denn so werden wir nicht zum Ziel kommen. Die Katzenakne ist keine Krankheit, die durch ein Mittel geheilt werden kann, sondern sie ist ein Symptom, dass uns anzeigt, dass in Bezug auf die Gesundheit etwas schief läuft, oder ein „Reparaturprozess“ des Körpers abläuft. Und genauso ist es eben auch bei vielen anderen Krankheitssymptomen, die unsere Tiere zeigen können.

Zum wiederholten Male musste ich mich selber wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen und mich fragen: „Angela, worum geht es hier eigentlich? Was wollen wir?“ Die Antwort ist für mich die gleiche, wie für Dich. „Wir wollen, dass unsere Tiere gesund und glücklich sind.“ Aber genau das verlieren wir regelmäßig aus den Augen, wenn wir nicht aufpassen.

Leider leben wir in einer Gesellschaft, die das Thema „Wahre Gesundheit“ so weit weg schiebt und verschleiert, dass viele von uns das Gefühl haben, es wäre etwas ganz Außergewöhnliches, wenn wir rundum gesund sind. Die meisten von uns haben gelernt bescheiden zu sein, nicht zu viel zu verlangen und es als etwas Normales hinzunehmen, dass unser Körper gewisse Fehlfunktionen hat. Und das ist ja auch nicht schlimm, denn es gibt ja für jedes Symptom die passende Pille.

Es grenzt in Deutschland ja schon fast an eine Unverschämtheit, wenn man sich einen gesunden und schönen Körper wünscht. Und genau das übertragen wir natürlich auch auf unsere Haustiere.

Zum Wohle der Pharma- und Tierfutterindustrie. Für jede Krankheit existiert die passende Pille und seit einigen Jahren auch das passende Tierfutter. 

Ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich im Supermarkt-Regal Lebensmittel finde, die uns versprechen, dass wir bei regelmäßigem Verzehr schöne Haut und volles Haar bekommen. Oder ein Brot, dass uns vor Nierensteinen schützt.

 

Warum nicht einfach gesund sein?

Vor vielen Jahren kam ich in Bezug auf die Bekämpfung meiner eigenen Krankheiten und die meiner Tiere, an einen Punkt, an dem ich endlich kapiert habe: Mein größtes Bemühen führte nicht zum Ziel. Immer wieder taten sich bei Mensch und Katze neue Probleme auf und wir waren nie wirklich gesund. (Mit Ausnahme meines Pferdes. Darüber habe ich in diesem YouTube Video gesprochen.)

Also! Gefühlt, alles gemacht und ausgeschöpft bei dem Bemühen bestimmte Krankheiten zu bekämpfen und dadurch zu heilen.

Dann kam der Tag an dem ich mir sagte: „Ok, ich denke um! Ich muss anders an die Sache heran. Aber wie?“

Schnell kam ich auf die richtige Frage. Die Frage, die mich wirklich weiter brachte:

 

Was benötige ich? Was benötigt meine Katze, um gesund zu sein?

Diese Fragestellung bringt uns dazu, das ganze Thema Krankheit und Krankheitssymptome von der ganz anderen Seite zu betrachten. Und diese neue Betrachtungsweise brachte mir sehr schnell Antworten auf meine Fragen, und einen gesunden Körper für Mensch und Katze. Deswegen finde ich es heute erstmal ganz wichtig, Dir etwas über die 3 wichtigen Grundpfeiler für Deine Gesundheit und die Deiner Katzen zu sagen. Denn diese sind tatsächlich die Basis von Allem. Gibt es hier starke Defizite, hat wahre Gesundheit keine Chance. Und deswegen können wir dann auch niemals ein Mittel finden, um uns oder unsere Tiere von Krankheitssymptomen zu befreien. Lediglich eine vorübergehende Unterdrückung der Symptome ist möglich. Aber keine wahre Gesundheit.

Grundpfeiler Nr 1: Ernährung

Unsere Körper und auch die unserer Haustiere benötigen, verdammt nochmal, Nährstoffe und zwar echte Nährstoffe. Nicht solche, die künstlich erzeugt sind und in unglaublich hübscher Werbung superbunt angepriesen werden.

Bleiben wir bei den Katzen!

Wenn auf einer Katzenfutter Dose steht, sie enthielte „wichtige Nährstoffe“ bedeutet das nicht, dass das wirklich so ist. Ein Nährstoff ist ein natürlich vorkommender Baustein, der vom Körper in unveränderter Form aufgenommen werden muss, um ordentlich verwertet werden zu können. Ordentlich heißt für mich, dass er eine Aufgabe im Körper übernehmen kann und nicht als unverwertbarer „Sondermüll“ wieder aus dem Körper heraus gebracht werden muss. Dabei ist es unbedingt notwendig, dass bestimmte Nährstoffe in bestimmten Mengen aufgenommen werden. Es ist ein MUSS, wenn der Körper einwandfrei funktionieren soll.

Nehmen wir ein Beispiel:  Da dieses ja ursprünglich ein Artikel über Katzenakne werden sollte, nehmen wir das Beispiel Haut. Einer von vielen Bausteinen, die der Körper benötigt, um seine Haut intakt zu halten ist beispielsweise Vitamin A. Eine Katze kann Vitamin A nicht selber herstellen und auch nicht durch einen anderen Baustein ersetzen. Es muss also in ausreichender Menge über die Nahrung aufgenommen werden. Sollte dieses nicht der Fall sein, kommt es unweigerlich zu einem Vitamin A Mangel und damit verbunden, dass der Körper die Haut nicht in dem Maße aufbauen und erhalten kann, wie es eigentlich notwendig wäre. Ich kann in Folge also auch keine Hauterkrankungen heilen, wenn ich den fehlenden Nährstoff nicht zuführe. 

KEIN industriell hergestelltes Katzenfutter enthält alle für eine Katze notwendigen Nährstoffe in natürlicher Form. NUR die Fütterung von rohem Fleisch kombiniert mit weiteren Komponenten oder die Fütterung ganzer Beutetiere, kann den Tieren alle Nährstoffe geben, die sie benötigen.

Wenn wir wieder das Beispiel Vitamin A verwenden, so wird das natürlich im Futter enthaltene durch die Erhitzung weitestgehend zerstört. Ist also für den Körper nicht mehr verfügbar. Viele Futterproduzenten fügen das Vitamin jetzt in künstlicher Form dem Futter hinzu. Diese künstlichen Stoffe stehen alle mehr oder weniger stark im Verdacht, Krankheiten wie Krebs zu fördern und man weiß bereits, dass sie die Aufgabe, die sie eigentlich tun sollten, nicht ordentlich erfüllen können. Denn zum Beispiel ist ihre Molekülstruktur gar nicht identisch mit der des natürlichen Vitamins. Und somit kann der Körper es auch nicht als „das Echte“ identifizieren und verwenden. Denn er weiß nichts davon, dass ein Pharmakonzern etwas gebaut hat, was so ähnlich wie Vitamin A ist, den gleichen Namen trägt, und jetzt an dessen Stelle in das Futter getan wird.

Je mehr ich über diese Dinge schreibe, desto klarer wird mir immer wieder, was für ein Missbrauch an der Gesundheit unserer Tiere und auch der Menschen getrieben wird. Und viele von uns nehmen das einfach so hin, weil wir es eben nicht besser wissen.

Hat Dein Hausarzt oder Tierarzt dir auch schon mal gesagt, dass es ganz normal ist, dass wir an bestimmten Krankheiten leiden?

 

Grundpfeiler Nr 2: Ungiftigkeit

In Bezug auf die Frage, was benötigt unser Körper, um gesund sein zu können, kommen wir nun auf den zweiten Punkt. Ich nenne ihn hier Ungiftigkeit. Was meine ich damit? Es gibt viele Dinge, die wir mit einem menschlichen oder tierischen Organismus anstellen können, die ihn schädigen. Im schlimmsten Fall bis hin zum Tod. Das passiert, wenn ich ihm „giftige Substanzen“ zufüge. Das können bestimmte Chemikalien sein (zu denen auch chemisch hergestellte Vitamine zählen), oder auch natürliche Substanzen, die giftig für den Organismus sind. 

Vielleicht kennst Du auch den Spruch: „Die Dosis macht das Gift.“ Das ist beim ersten Hinsehen eine richtige Aussage, jedoch habe ich in meiner täglichen Arbeit mit den Katzen die Erfahrung gemacht, dass eine Reduzierung dieser „geringen Giftmengen“ enorme positive Veränderungen für die Gesundheit mit sich brachte. Wahre Gesundheit kann meiner Meinung nach nur existieren, wenn auch dieser 2. Grundpfeiler in Ordnung gebracht wird.

Im folgenden möchte ich Dir einige Beispiele geben, die Dir eine Idee geben sollen, wie sehr unsere Katzen z. T. mit chemischen Stoffen „vergiftet“ werden:

  • Katzenfutter mit Konservierungsstoffen, Farbstoffen und künstlichen Vitaminen und Mineralstoffen
  • Giftige Zusatzstoffe in Impfungen (Aluminium und Quecksilber)
  • Giftige Floh- und Zeckenmittel (Nervengifte)
  • Regelmäßige Wurmkuren (Nervengifte)
  • Waschmittelrückstände in Decken und Katzenkissen (Die Katze putzt ihr Fell jeden Tag mit der Zunge und nimmt es auf)
  • Reiniger von Spülmaschine und Handspülmittel (Die Näpfe werden ordentlich ausgeleckt)
  • Kunststoffe von Verpackungen des Futters
  • Polyacryl Decken und Betten (Kunststoff)
  • Chemische Haushaltsreiniger, die sich täglich von den Füßen geleckt werden
  • Glyphosat, dass der Nachbar verwendet, um sein Unkraut zu beseitigen
  • Glyphosat vom Nachbarfeld
  • Medikamentenrückstände und Chemikalien im Leitungswasser
  • Und wenn sie schon krank sind, natürlich viele Tabletten, spritzen, Salben und Cremes.

Ja, ich gebe zu, ich habe es ein wenig auf die Spitze getrieben. Aber ich will, dass wir uns das Ausmaß einmal vor Augen führen. Und was wir ja wirklich auch sehen müssen, dass unsere Katzen sich jeden Tag ordentlich putzen und all das, was an ihrem Körper ist auch noch aufnehmen. Da haben wir ja selber ja wenigstens noch den Vorteil der Dusche. 

Grundpfeiler Nr 3: Haltungsbedingungen

Ein weiterer unglaublich wichtiger Punkt, sind tatsächlich unsere Lebensumstände und die unserer Katzen. Früher habe ich diesem auch schon einiges an Bedeutung zugemessen, aber ich muss sagen, je mehr Erfahrung ich in meinem Leben und meiner Arbeit sammle, desto stärker wird mir bewusst, wie groß, der Einfluss dieser Umstände ist. Und wie viele Hinweise uns der Körper zum Teil darauf gibt, wie sehr unsere Lebensumstände uns belasten. Und genauso ist es natürlich auch bei unseren Katzen. Nehmen wir wieder ein einfaches Beispiel. Vielleicht hast du es auch schon erlebt. Der typische Spruch beim Arzt: „Haben sie Stress?“ Die Antwort der meisten von uns: „Na klar, und vermutlich lässt sich das auch nicht ganz vermeiden. Aber ich will trotzdem nicht krank sein.“ 

Heute habe ich kapiert, dass das so nicht funktioniert, auch wenn wir es uns wünschen.

Nehmen wir wieder das Hautbeispiel. Wenn Du im Dauerstress bist, verändert sich Dein Hormonhaushalt. Dieser Zustand kann an Deiner Haut in Form von Akne sichtbar werden. Du kannst die Akne also dauerhaft nicht wirklich los werden, wenn Du weiter in diesem Dauerstress bleibst. Du kannst sie nur mit Pillen und Präparaten zeitweise unterdrücken.

Deswegen ist es wichtig, dass wir uns und unseren Tieren Lebensumstände schaffen, in denen wir (weitestgehend) zufrieden seien können. Die meisten Menschen sind davon überzeugt, dass man an den gegebenen Umständen nichts ändern kann, verharren in ihrer Situation uns sehen ihre Krankheiten als unveränderlichen Wegbegleiter. Das ist schade, aber es bleibt die Entscheidung jedes Einzelnen. Leider betrifft das inzwischen auch viele unserer Haustiere, was ich unglaublich traurig finde. Denn sie haben sich uns vertrauensvoll angeschlossen, und sind von uns abhängig. Und wir helfen ihnen oft aus Unwissenheit nicht. Wir wissen nicht, was falsch läuft, warum sie krank sind und vertrauen auf die medikamentöse Behandlung der Tierärzte. 

Lass Dir sagen, Du kannst alles in Deinem Leben verändern. Die Frage ist nur, ob Du mutig genug bist, es zu tun. Wenn Du in Bezug auf die Veränderung der Lebensumstände Deiner Katzen Unterstützung haben möchtest, helfe ich Dir gerne. Du kannst Dir zum Beispiel auch ein Buch kaufen, oder einen Katzenpsychologen kontaktieren. Du bist damit auf jeden Fall nicht alleine.

Was könnten denn ungünstige und krankmachende Umstände für Deine Katzen sein? Auch hier nur ein paar Punkte als Gedankenanstoß. Man kann nie sofort alles auf einmal richtig perfekt haben, aber es gibt immer irgendwo Möglichkeiten der Verbesserung. Bei mir zu Hause mussten wir vor einiger Zeit auch alle durch eine Stressphase, da eine neue Katze eingezogen ist. Dieses ging auch tatsächlich mit Krankheiten der „Stammkatzen“ einher. Minki hatte eine Halsentzündung, die meiner Meinung nach durch zu viel Fauchen ausgelöst wurde. Minki hatte also im wahrsten Sinne des Wortes, „einen dicken Hals“, weil eine neue Katze in unser Revier kam und nicht zu vertreiben war.

Ich will damit sagen: Natürlich haben wir alle Stressphasen und Du und niemand anderes sollte Dich verurteilen, wenn bei Dir nicht alles perfekt ist. Aber ich finde, man sollte immer auf das Bessere fokussiert sein, so dass es allen möglichst gut gehen kann. 

Also, was kann das sein, was Deine Katze glücklicher und gesünder macht?

  • Ausreichend Platz zum Rennen oder sich zurück zu ziehen
  • Ausreichend Bewegungsanreize und Spielmöglichkeiten
  • Eine harmonische Katzengruppe
  • Ev. Freigang
  • Beutetiere Jagdreize – Spielangel
  • Mentale Herausforderung – Klickern oder Fummelbretter
  • Deine Zuwendung und Liebe
  • Gute Aussicht – Ja, Katzen brauchen Aussichtsplattformen, von denen aus sie alles im Blick haben
  • Rückzugsmöglichkeiten in Höhlen
  • Kratzmöglichkeiten an ausreichend großen Flächen
  • Klettermöglichkeiten
  • Ein entspanntes Fütterungsmanagement
  • Ein entspanntes Klomanagement

Vielleicht hast Du Lust, diese Liste mit Deinen Ideen zu ergänzen. Dann schreib gerne unten in die Kommentare. Dann nehme ich es mit in die Liste auf.

Zurück, zu den Grundpfeilern

So manches Mal zerbreche ich mir den Kopf über die gesundheitlichen Probleme eurer Katzen. Auch ich finde das Angebot der verlockenden Heilmittel im Internet und beim Tierarzt einfach bunt und beruhigend. Aber beim genauen Hinsehen und Nachdenken, komme ich immer wieder an den gleichen Punkt. Alles läuft immer wieder auf die beschriebenen Grundpfeiler der Gesundheit zurück. Stimmt etwas nicht, kommt der Körper aus seinem Gleichgewicht und muss Reparaturprozesse in Gang setzen oder es werden uns die Folgen einer Schädigung sichtbar.

Deswegen habe ich es mir zu meiner Aufgabe gemacht, mir & meinen Tieren eine bestmögliche Gesundheit zu verschaffen. Und nun in meinen Kursen meine Erfolge und Erfahrungen an euch weiter zu geben, damit ihr das Gleiche für euch & eure Tiere tun könnt.

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Oder einfach nur: KATZENFUTTER SELBER MACHEN

Bist Du ein Mensch, der seine Katzen gesund und naturnah ernähren möchte? Dann hast Du bei mir die Möglichkeit, Dich zum BARF – Profi ausbilden zu lassen. Ich helfe Dir in meinem Kurs „Natürlich gesunde Ernährung für Katzen“ dabei Dein eigener Ernährungsexperte für Deine Katzen zu werden. Eins der größten und nachhaltigsten Geschenke, das Du Deinen Katzen machen kannst.

 

 

 

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