Hey Flauschi, bist Du okay? Du siehst ja nichts!

Barf Katze Flauschi auf Kratzbaum

 

Flauschi ist fast blind. Wie ist das eigentlich für sie?

Um das herauszufinden, werde ich sie heute bitten, sich für ein Interview für uns Zeit zu nehmen. Mal sehen, ob es klappt. Ich möchte das gerne für alle Menschen tun, deren Laune getrübt ist, wenn sie mit bekommen, dass die Katze blind ist. Wahrscheinlich von Geburt an. Sie scheint nur ab und an mal ein klein wenig zu sehen. Aber, ich muss tatsächlich sagen, sie ist eine sehr fröhliche, ständig gut gelaunte Katze. Selbst wenn die Laune mal kippt, weil ich zum Beispiel versuche, ihr Fell in den Kniekehlen zu entfilzen, bekomme ich ihre Pfotenhiebe immer noch mit einer gewissen Portion Humor ihrerseits zu spüren.

„Flauschi!“

„Das bin ich! Das bin ich! Ich komme! Hast Du Kekse?“

„Ja, habe ich, warte… (Sämtliche selbstgemachte Leckerlis heißen bei uns Kekse.)“

„Flauschi, es gibt immer wieder Menschen, die unglaublich traurig sind, wenn sie davon erfahren, dass Du blind bist. Sag mal, wie ist das eigentlich für Dich?

„Ich bin okay. Wieso traurig?“

„Weil Du nicht richtig sehen kannst.“

„Ich kann sehen!“

„Aber nicht so gut, wie andere Katzen. Du bist fast blind.“

„Ich bin nicht ok? Mit mir stimmt was nicht? Glaub ich nicht! Hast Du noch Kekse?“

„Ja klar, warte…  Doch Du bist ok. Aber Du bist eingeschränkt, weil Du Dinge nicht siehst. Und ich möchte gerne von Dir wissen, ob das schlimm für Dich ist, oder okay.“

„Ich sehe alles! Das ist okay!“

„Versuchen wir es anders. Manchmal rennst Du gegen Möbel. Das kommt daher, dass Du sie nicht siehst. Wie ist das für Dich?“

„Du doch auch! Dann hast Du sie auch nicht gesehen? Bist Du auch blind?“

„Nein! Ich sehe, aber passe manchmal nicht gut auf.“

„Genau, wie bei mir. Ich sehe da noch einen Keks…“

„Du riechst ihn!“

„Ich sehe ihn! Gibst Du ihn mir?“

„Na klar, warte…“

„Manchmal rennst Du auch gegen Minki, und dann bekommst Du richtig Ärger. Du rennst voll in sie rein. Warum passiert das, wenn Du doch Alles sehen kannst?“

„Du sagst doch selber immer, sie soll nicht im Weg sitzen, weil man sonst über sie stolpern würde. Ich bin gestolpert! Dann habe ich sie gesehen.“

„Du hast sie gefühlt und gehört!“

„Ich bin nicht okay, so wie ich bin?“

„Doch! Du bist super!“

„Super! Das Wort kenne ich: BELOHNUNG! Gleich bekomme ich einen Keks!“

„Ja warte…“

„Flauschi, was findest Du in Deinem Leben doof? Was fällt Dir spontan als erstes ein?“

„Mounty kann in wenigen Sekunden alle Futterteller leer essen. Er grunzt und schmatzt und dann ist alles weg. Das ist doof!“

„Okay, was noch?“

„Wenn wir Küken essen, schaffe ich es nicht schnell genug, alle weg zu bringen. Und dann essen die anderen auch welche. Ich bekomme dann nicht alle für mich. Da muss ich noch üben, damit ich schneller werde.“

„Okay… “

„Flauschi, und was gefällt Dir richtig gut?“

„Mäuse fangen mit Minki und dann in der Küche laufen lassen. Dann kann ich bei Dir im Haus sein und Mäuse in der Küche fangen. Das ist toll! Dann jagen wir alle die Maus. Du ja auch! Voll gut!“

„Ja, die Maus und ich sind auch immer sehr froh, wenn sie in der Lebendfalle sitzt.“

„Ich finde das auch toll. Dann bringst Du sie raus und ich hole sie wieder rein. Oder Minki.“

„Und was ist mit Deinen Augen?“

„Alles okay! Ich kann sehen! Wie sollte ich sonst Mäuse fangen?!“

„Ja klar stimmt. Wie solltest Du sonst Mäuse fangen? Denke Du bist okay, oder?“

„Ja, bin ich!“

 

 

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