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Mein Name ist Virginie und meine Leidenschaft sind die Katzen. Als junges Mädchen bemerkte ich schon recht früh meine lieben zu den Tieren. Ich möchte die Welt ein kleines bisschen schöner machen, Menschen und Tieren dabei helfen, besser miteinander auszukommen. Oft bemerke ich, dass die Katzen missverstanden werden. Denn jedes Symptom und auch jedes Verhalten hat einen Hintergrund. Ich möchte meine Erfahrungen mit diesen Menschen teilen. Denn unsere Fellnasen können uns ihre Bedürfnisse nicht wie wir Menschen mitteilen, dennoch erkennt man an ihrer Körpersprache so einiges. Jede Katze hat seinen eigenen Charakter und seinen eigenen Wiedererkennungswert. Ich möchte mich für das Wohl der Katzen einsetzen, damit die Katzen gehört werden.

Sep 03

Einzelkatze oder Mehrkatzenhaushalt?

By Virginie Albrecht | Katzenverhalten

Können Katzen alleine glücklich sein?

Ihr habt es bestimmt hin und wieder mitbekommen, dass Katzen Einzelgänger sind. Das ist jedoch nicht ganz so richtig. Sie sind lediglich Einzeljäger, die außerhalb der jagt die Nähe ihrer Artgenossen bevorzugen und sich auch oft zu Gruppen zusammenschließen. Gerade deswegen ist es sehr zu empfehlen, dass man bei Wohnungshaltung eine weitere Katze dazu holt. Katzen benötigen Spielkameraden, zum Putzen und auch zum Kämpfen. Wir Menschen können diese Bedürfnisse unseren Fellnasen nicht ermöglichen, so wie es eine Katze könnte. Vor allem wenn wir nicht zuhause sind, könnte es unserer Katze echt langweilig werden.

Viele Studien belegen

Viele Studien bekannter Katzenforscher beweisen die Geselligkeit unserer Stubentiger. Wie ihr vielleicht auch schon wisst, haben Katzen ein großes Repertoire an Kommunikationsmöglichkeiten. Katzen verständigen sich verbal, durch Mimik und Gestik und über Pheromone. Gerade diese Kommunikationsmöglichkeiten kann eine Wohnungskatze nicht vollständig ausleben. Die Freigänger leben diese Bedürfnisse draußen aus. Nicht umsonst sagt man, wenn man eine Einzelkatze hält sollte sie wenigsten nach draußen gehen können. Trotzdem bietet sich auch hier ein Partner an, gerade in den kalten Wintermonaten kann es im Haus sonst sehr einsam werden

Die Verhaltensweisen

Solltet ihr euch dennoch für eine Katze entscheiden, könnte ihr euch auf einige Dinge einstellen. Es kann vorkommen, dass eure Katze aus Stress und aus Langeweile anfängt irgendwo hinzupinkeln. Zudem können auch bestimmte Möbelstücke zweckentfremdet werden. Gerade weil die Samtpfote keinen Spielkameraden hat muss sie ja irgendwie den Energie- und Aggressionsabbau loswerden. Die Einsamkeit einer Katze ist nicht zu unterschätzen und kann eine psychische Belastung werden. Falls euch solche Verhaltensweisen auffallen, solltet ihr über einen weiteren Spielkameraden grundlegend nachdenken.

Es gibt immer Ausnahmen. Katzen die jahrelang in Einzelhaltung leben mussten, verlernen viele katzentypischen Umgangsformen. Schuld ist allerdings immer der Mensch, der die Katze alleine gehalten hat. Dadurch kommt es sehr oft zu Schwierigkeiten, bei einer Zusammenführung. Man benötigt hierfür sehr viel Geduld.

Zwei Katzen kosten mehr als eine

Natürlich verursacht eine zweite Katze höhere Kosten. Mal Hand aufs Herz, es gibt doch nichts schöneres, als zwei Katzen beim spielen, toben und kuscheln zuzusehen. Da denkt man doch nicht an die weiteren Kosten. Man könnte ja auch eine Spardose anschaffen und für den Notfall ein bisschen Geld zurücklegen. Wie ihr merkt, mit dem richtigen Management in Richtung Futterbeschaffung und Tierarztkosten ist dies jedoch eine annehmbare Belastung.

Die Wohnung

Natürlich sollte genügend Platz in der Wohnung eine wichtige Voraussetzung sein. Wenn ihr aber dennoch eine kleine Wohnung zur Verfügung habt, könnt ihr jedoch viel Platz mit Catwalks und hohen Kratzbäumen schaffen. Katzen haben ein anderes Platzempfinden als wir Menschen und durch solche Möglichkeiten erhöht sich ja die begehbare Fläche. Mehrere Katzen benötigen auch mehrere Schlafmöglichkeiten, als nur eine Katze.

Darauf sollte man achten!

Das Alter der Katze ist sehr relevant und sollte in etwa zur bisherigen Katze passen. Natürlich versteht es sich von selbst, dass man einen ruhigen, trägen Senior nicht mit einem quirligen, verspielten Kitten zusammenführt. In den meisten Fällen können sie einfach nicht viel miteinander anfangen. Der Senior wird schnell genervt und kann sich durchaus dagegen wehren. Katzen erlernen viele Verhaltensweisen durch den Umgang mit anderen Katzen, daher wirkt sich die Einzelhaltung gerade bei Kitten oder Jungkatzen sehr negativ aus. Es ist wichtig, auf das Verhalten der Katzen zu achten, denn der Charakter der beiden Katzen sollte einigermaßen zusammenpassen.

 

 

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Aug 21

Hilfe, meine Katze schläft so viel! Was stimmt mit ihr nicht?

By Virginie Albrecht | Katzenverhalten

Warum schlafen Katzen mehr als wir?

Jede Katze hat seine eigene Persönlichkeit. Natürlich ist es ebenso abhängig vom Alter der Katze, der Aktivität und der Umwelt. Im Durchschnitt schlafen die kleinen Raubtiere 13-16 Stunden am Tag. Das ist eine Menge und etwa doppelt so viel Schlaf als wir Menschen benötigen. Dennoch stellen wir uns oft die Frage, warum benötigen Katzen so viel mehr Schlaf als wir?

Schauen wir uns einmal kurz die Physiologie der Katzen an. Wie wir bereits wissen sind unsere Katzen Raubtiere. Dabei spielt es absolut keine Rolle, ob sie als Hauskatzen gehalten werden oder freilebende Wildkatzen sind. Dies bedeutet, anatomisch und physiologisch sind sie optimal an das Jagen von Beutetieren angepasst.  Wenn unsere geliebten Samtpfoten ihr Lieblingsspielzeug hinterherjagen oder sogar draußen in der freien Natur Mäuse fängt, der Ablauf ist immer derselbe. Dabei sind unsere Katzen hoch konzentriert und hellwach. In diesem Moment zählt nur die Beute. Der Körper schüttet beim Jagen sehr viel Adrenalin aus, was im Gegenzug einen hohe Energieverbrauch mit sich bringt, um bei Gefahr oder auf der Jagd schnell reagieren zu können. Dabei spielt die Dauer der Jagt keine Rolle. Um den leeren Energiespeicher wieder aufzufüllen, hilft natürlich ein ausgedehntes Nickerchen.

Das Nickerchen

Auch wenn dies ein weitverbreiteter Glaube ist, sind Katzen keine nachtaktiven Tiere. Sie sind viel mehr dämmerungsaktiv. Das bedeutet, dass sie ihre aktivste Phase um die Morgen- und Abenddämmerung herum haben. Wenn man so darüber nachdenkt, macht es auch Sinn. Da ihre Beutetiere in der Dämmerung ebenfalls am aktivsten sind. Wie wir bereits wissen, sind die Augen von Katzen zudem stärker an das Sehen im Dunkeln angepasst. Auf diese Weise können sie Bewegungen und Objekte bei geringem Licht deutlich besser wahrnehmen als wir. Auf Grund das unsere Fellnasen während der Nacht unterwegs sind, führt es zu der allgemein verbreiteten Ansicht, sie seien nachtaktiv. Jedoch schlafen viele Katzen zur gleichen Zeit wie wir.

Oft gewöhnen sich die Hauskatzen den Schlafrhythmus von uns Menschen an, gerade wenn sie eine innige Bindung zu ihren Menschen haben. Jeder Katzenbesitzer kennt das, kaum graut der Morgen, verlangen unsere flauschigen Freunde schon lautstark nach dem Frühstück. Wenn unsere Katzen zudem nachtsüber weg waren oder in der Wohnung ausgiebig ihr Jagdverhalten ausgeübt haben, sind die Energiereserven aufgebraucht. Mal ehrlich, was gibt es denn schöneres als mit vollem Bauch ein kleines Nickerchen zu machen?

Bei diesem leichten Schlaf oder auch Dösen genannt, erholt sich der Körper von unseren Katzen. Ich bin mir sicher, dass ihr das bei euren Stubentigern bereits beobachtet habt. Denn der Körper entspannt sich und die Muskeln sind leicht angespannt, um nur ja keine zufällig vorbeihuschende Maus zu verpassen. Die Augen sind auf Halbmast oder ganz geschlossen, dennoch sind alle Sinne hellwach. Die Umwelt nehmen die Katzen wahr, um ebenfalls Gefahren zu erkennen.

Die Tiefschlafphase

Bei der Tiefschlafphase liegen sie jedoch deutlich entspannter da, die Ohren sind nicht mehr aufgestellt und ab und zu zuckt eine Pfote. Hin und wieder, kann man beobachten wie die Schwanzspitze sich leicht bewegt und die Tasthaare flirren. Die Sinne der Katzen befinden sich im Stand-by-Modus und man erkennt, wie die Samtpfoten anfangen zu träumen und durch das Träumen, verarbeitet sie den Tag. Der Geist der Katzen fängt an sich zu erholen. Im Prinzip ist es, wie bei uns Menschen.

Da die Erholung so unglaublich wichtig ist, sollten wir unsere Katzen aus dieser Erholung nicht aufwecken. Denn keiner findet es schön, wenn man aus dem Schlaf herausgerissen wird. Bei Schlafmangel oder Schlafstörungen können bei Katzen zu psychischen und zu physischen Problemen führen. Gereiztheit, Stress, Stoffwechselprobleme und dergleichen können entstehen, wenn die Katzen nicht ausreichend Ruhe haben. Der Schlaf dient den Samtpfoten zur Regeneration von Körper und Geist. Die Katzen teilen sich den Tagesablauf in unterschiedlich lange Schlaf- und Wachphasen ein.

Der Tiger erwacht

Wenn unsere Fellnasen ungestört aus einem erholsamen längeren Schlaf erwachen, verstehen sie es, eine Zeremonie daraus zu machen. Im Zeitlupentempo öffnen sich ihre Augenlider, langsam hebt sich der Kopf. Es folgt ein langes, herzhaftes Gähnen, bei dem man befürchtet, die Katzen renken sich den Kiefer aus. Dann stehen sie aber nicht einfach auf, sie erheben sich viel mehr in Zeitlupe. Nun folgt eine obligatorische Streckgymnastik, um die steifen Glieder zu lockern und den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Anschließend kann die Welt aufs Neue erkundet werden.

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